Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der kunstgewerblichen Formenlehre
Person:
Feldegg, Ferdinand von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-748370
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-750572
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In beiden Fallen ihre Bestimmung wesentlich die, nicht bloß Flüs- 
sigkeit aufzunehmen, sondern überdies einen, in diese zu stellen- 
den Gegenstand, etwa die  badende  
Person oder die einzukühlende Flasche. 
Diesem besondern Zweck entspricht die  
größere Gerätumigkeit und weiteBau- ;   
am der Wanne' Ägvptische Mctallscliüssel 
6. Der Korb; er ist ein Reser-   
voir für trockene Körper und in seiner Form 
deshalb, wie schon früher erwähnt, von dem k] t l 
allgemeinen sphäroidischen Typus häufig ab- ls  g 
weichend; ursprünglich dient er als Opfer- ßl  2 
gefäß zur Aufnahme der festen Opferspen- 
den, z. B. des Salzes oder der Kränze. Ihm AT: 
verwandt ist der Köcher, dessen Ver-  iä  
Wendung als Behältnis von Geschossen, der m  
Pfeile, ihn als das einzige Gefäß, welches  a m_ßlj 
kriegerischen Zwecken bestimmt ist, er- L,  
scheinen lässt.   M _ 
7. Das Rauch fass (turibulum) ist ein 
mittelalterliches Kirchengerath mit durch-  
löchertem Körper und Deckel nebst Hänge-   
Vorrichtung.  ä 
8. Die Vase; gewiss der weiteste Be- 
griff der gcsaminten Gefäßkunde und eben Fnihiioflü?lä-"älfjhläfchgefä" 
deshalb auch der inhaltsleerste! Man be-  
zeichnet als Vase überhaupt alle zu Zier-  1 
zwccken als Aufsatz  (insbesondere im  
Dienste der Architektur)  verwendeten  , 
Gefäße. Im engern und eigentlichen Sinne  Kx 
versteht man unter Vasen die Blumenvasen,  
bestimmt, getrockneten oder lebenden Blu-   
men als Stand zu dienen, welche Verwen-  
dung einen trichterartigen Rand  als das wfii, ll  
vielleicht einzige gemeinsame Merkmal die-     
ser Gefäßform  bedingt.  
Gussgefäße. 1. Die Lampe; sie ist ( 
durch ihre Beziehung zur Flamme, diesem  i? , 
Symbol reiner Heiligkeit und ewiger Grött-   "KM 
lichkeit, religiös-symbolischen Ursprungs. Alidemche Sicinzelkäwase- 
Feldegg, Grundriss der kunstgewerbl. Formenlehre. 13
        

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