Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der kunstgewerblichen Formenlehre
Person:
Feldegg, Ferdinand von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-748370
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-750536
Den angeführten, mehrfachen Functionen des Henkels entspricht 
es vollends, wenn dieser Gefäßtheil, selbst bei sonst nicht metal- 
lischen Gefäßen, aus Metall ge- 
fertigt ist  wie dies in zahl- lf-x 
reichen antiken Beispielen der  N  
Fall war.  Freilich ist in dieser K s:  x     
Beziehung nicht ausgeschlossen, x   griff! 
dass wir es hierin mit einem Uber- Xx   
bleibsel einer der Töpferei noch t   
vorhergegangenen Metallotechnik  V 
zu thun haben, der das ganze Kir  
Gefäß unterworfen war. Gewiss h-   
ist, dass die Spiralformen der  55 
Henkel antiker Gefäße, selbst  
thönerner, für eine derartige tech- _ 
nische Vorstufe in der Gcfäß-  
kunst Zeugnis ablegen. 
Der Deckel. Er ist ein ' 
verhältnismäßig unwichtiger Thei l, i 
welcher sich deshalb auch an 
vielen Gefäßarten gar nicht vor-  
Antike Amphora aus Thon. 
findet. 
Der Deckel hat den Zweck, den Inhalt des Gefäßes von oben 
zu schützen und in diesem Sinne etwas mit dem Daehe gemein, 
nur dass er durch 
seine Mobilität sich (Q  
wiederum von die- X   
SGIII unterscheidet. des a"?   
 Seiner Mobilität Xxi xi: 
trägt er auf zwei-   
fache Weise Rech-  
Dung:  durch seine Antike Metallscliale. 
individuelle Abgeschlossenheit und 2. durch die auf seiner oberen 
Fläche angebrachte Handhabe, den Knauf. 1) 
Eine vereinfachte Form des Deckels ist der Pfropfen. Statt 
wie jener auf der Mündung des Gefäßes aufzuliegen, ist er in 
 Dieser Knauf wird zum Bügel, wenn der Deckel, anstatt völlig abhebbar 
zu sein, bloß um ein Scharnier drehbar ist, wie z. B. bei den deutschen Krügen, 
Siehe Seite 158.
        

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