Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der kunstgewerblichen Formenlehre
Person:
Feldegg, Ferdinand von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-748370
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-750485
erstem Decorationsmethode und individualisiert das Gefäß seinem 
speciellen Zwecke nach. Im Griechischen und der ihm formver 
wandten Renaissance ist es in der Regel die mittlere Zone des Ge- 
fäißbauches, welche für diese Art Decoration reserviert bleibt, weil 
an dieser Stelle die allgemeinen keramischen Beziehungen 
am wenigsten zum Ausdrucke kommen, weit weniger als an den 
Ansatzstellen des Halses, der Henkel, des Fußes, oder gar an diesen 
letzteren selbst. Überdies auch bietet der breite, wenig oder gar 
nicht gegliederte Streifen um die Mitte des Gefäßes schon an sich 
den geeignetsten Raum für reiche bildliche Deeoration.  (Ver- 
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Antike Glaskrüge. 
gleiche damit den Absatz über die Lehne in dem Capitel ntekto- 
nische Formen"; desgleichen das über "die Decke" Gesagte im 2. 
Capitel des Buches.) 
Der Gefäßfuß. Die ursprünglichste Form desselben ist der 
Ringfuß, oder eigentlich der Fußring, ein selbständiger Ring, in 
welchen das Gefäß gestellt wird. Diese Form ist unmittelbar aus 
dem Bedürfnisse hervorgegangen, dem Gefäße einen Stand zu geben 
und noch heute von unsern Chemikern und Apothekern in Verwen- 
dung, um Retorten und ähnliche Apparate, welche zeitweilig aufzu- 
stellen sind, auf der Unterlage zu befestigen.  Aus dieser primitiven 
Form abgeleitet ist zunächst der am untern Ende des Gefäßbauches 
angebrachte und mit ihm zusammenhängende entweder einfach 
wulstförmige oder profilierte Ringfu ß, wovon oben zwei Beispiele
        

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