Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der kunstgewerblichen Formenlehre
Person:
Feldegg, Ferdinand von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-748370
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-750285
Kugeln und Gehängen aller Art, wie auch als Bildmasse für Ge- 
fäße und andere Luxusartikeln. (Milleiiori-Ware.) 
Das zweite Verfahren bestand darin, das Glasbündel, nachdem 
es spiralförmig gedreht worden, anstatt der Quere, der Länge nach 
zu zerschneiden und die Theile bandartig breitzudrücken. Diese 
Bänder Wurden dann entweder zu Mosaiken zusammengesetzt oder 
zu Gefäßen ausgeblasen (Filigranglas). 
Ein mit dem eben geschilderten Processe verwandtes, gleichfalls 
antikes Verfahren bestand darin, Schichten verschiedenfarbiger, theils 
durchsichtiger, theils undurchsichtiger (iläser übereinanderzulegen und 
zusammenzuschmelzen. Auf diese Weise wurde auch das berühmte 
 
 
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Venetianische Glaskännchen. 
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Onixglas der Antike erzeugt, dessen herrlicher opalisierender Farben- 
schimmer aus der Gesammtwirkung aller in seiner Masse vereinigten 
Glaslamellen hervorgieng.  S0 viel über die antike Glasfahrication. 
 WVie in manchem anderen, so waren auch in der Glasmacher- 
kunst die Byzantiner die Erhalter der antiken Traditionen in Europa. 
während des Mittelalters; dessenungeachtet gieng nicht von ihnen 
der erste Anstoß zu jenem ungeahnten Aufschwung aus, der die 
moderne Glasindustrie auf so hohe Stufe gehoben und sie als speci- 
fisch keramische Kunst der Neuzeit gekennzeichnet hat. 
Dieses Verdienst wird vielmehr für alle Zeiten Venedig zuge- 
sprochen werden müssen; denn hier entstand im 15. Jahrhundert
        

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