Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der kunstgewerblichen Formenlehre
Person:
Feldegg, Ferdinand von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-748370
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-750229
158 
Europa eingeführt wurde; dies geschah gegen Ende des Mittelalters, 
aus welcher Zeit die bekannten deutsch-flämischen Trinkgeschirre 
stammen. Sie sind von einfacher massiger Form, entweder flach ge- 
mustert oder mit reicher Plastik geschmückt und in gedämpften 
grauen, gelblichen, blauen oder braunen Tönen gefärbt. Charakte- 
ristisch für diese YVaare sind deren Zinnbeschläge (Deckel u. dgl.). 
Die neue, moderne Steingutfabrication geht von England aus, 
wo die Wedgwoodsche Fabrik dieser Industrie den mächtigsten 
Aufschwung gegeben hat. Den ersten Impuls hiezu aber gab Bött- 
gers halbzufällige Erfindung der feinen (englischen) Steingutmasse, 
welche er gelegentlich seiner Versuche, die wahre Porzellanmasse 
zu erzeugen, gemacht hatte und die durch seinen Schüler Ehlers 
in England die erste praktische Verwertung fand. 
I5. 
CM 
 
k ä 
ß g 
liigäl:   0 
  
Altdeutsche Bierkrüge aus Steinzeug. 
Zu dem Steinzeug modernen,  modernsten Geschmacks kann 
füglieh auch das altberühmte chinesische Steinzeug gerechnet werden, 
dessen wohlabgeivogene, edle Farbenpracht und matte Vergoldung 
als Muster keramischer Polychromie gelten dürfen.  
G. Porzellan. a) Hartes Porzellan. Es ist zusammengesetzt 
aus Kaolin (Porzellanerde), Quarzsand und Feldspath, (als Fluss- 
mittel), welche Bestandtheile vorher in feinsten Staub verwandelt 
und geschlämmt werden. Kaolin, obgleich sehr plastisch, kann doch 
nicht allein zur Herstellung der Porzellanmasse verwendet werden, 
da es beim Trocknen zu stark schwindet und im Feuer erweicht. 
Dies zu verhindern, dient der beigemengte Quarzsand. Da dieser 
aber gleichzeitig die Plasticität des Kaolins sehr vermindert und die
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.