Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der kunstgewerblichen Formenlehre
Person:
Feldegg, Ferdinand von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-748370
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-750214
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weitere Geschichte sich eine Reihe der wichtigsten keramischen 
Neuerungen betreffend das Färben der Fayenceware durch farbige 
Glasuren, Pasten, Glasflüsse, Vergoldung u. s. w. knüpft. 
b) Gemeine, emaillierte Fayence. Diese besteht der Masse nach 
aus einem Gemenge von Töpferthon, Pfeifenthon, Mergel 1) und Sand, 
ist locker, erdig, von gelber Farbe und mit.einer undurchsichtigen, 
emailartigen, zinn- oder bleihaltigen Glasur überzogen. 
Der Erfinder dieser Fa- 
Yence scheint Luca della f__ Zinn? 
Robbia (gestorben 1430) gc-  L; i;  
wesen zu sein, der dieselbe 64' f   räi" 
zunächst für bauliche    ; 
Zwecke an Stelle der Terra- Xi   ä- 
cotta verwendete, sodann f? LGDiG 
auch für keramische Waren, lfß"! Xwgg _ Dxsegxx 
deren Hauptsitz Faönza    XMKÄX 
diesem Producte den Namen  (f?     
verliehen hat.   "  (idü  
   Ü  1. 
         
weißes Steinzeug, eine halb-  V   I.  
verglaste, halbzusammenge- nxk,   
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flossene, an den Kanten  X    '  
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durchscheinende Masse,  l  
welche aus Pfeifenthon mit KQx  
einem Zusatz von Kaohn,  
Feuerstein und einem feld-   
spathahnlichen Mineral als 
Flussmittel (d. i. ein das  ' 
  
Zusammenschmelzen bewir-  
kendes Mittel) besteht.   dass; 
b) Das hgeäneine lstein- Altdeutscher Steinzeugkrng. 
zeug untersc ei et sie 1 vom  
vorigen zunächst dadurch, dass der halbgeflossene Zustand nicht durch 
einen Zusatz von Feldspath, sondern durch stärkeres Feuer bewirkt. 
wird, ferner durch seine einfachere Zusammensetzung aus Pfeifenthon 
und {einem Sand oder emahlenen Scherben von ebranntem Steinzeu  
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Das Steingut ist eine sehr alte keramische Erfindung und war 
schon den Agyptern und Chinesen bekannt, lange bevor es in 
Tlron mit kohlensauerem 
Calcium.
        

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