Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der kunstgewerblichen Formenlehre
Person:
Feldegg, Ferdinand von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-748370
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-750027
Der äußere Anlass zuräEinführung dieser Polster mag allerdings 
zunächst in dem Umstand zu suchen sein, dass mit dem Eintritte der 
Renaissancekrlnst im Möbelbau auch 
  3:3, q das Möbel wieder seinem eigentlichen 
   Zweck, ein mobiles d. h. bewegliches 
   Geräth zu sein, zugeführt wurde, 
 8'"   x C " gleichzeitig seinen streng architekto- 
 iä l x '  iiischen Charakter mit dem Stile des 
 Z3 lli bloßen Hausgeräithes vertauschend; 
 läikgjliläl: {Ü  aber als der klarste und unzwei- 
llwäwlyceirqhl l t' t, B   se Umwand- 
  äw neu igse eweis in 1c    
 41m lung wird es uns imnierlun eischei- 
 i nen dürfen, wenn die Renzussance- 
"QTETÄJH.  kunst eben denjenigen Theil des 
E   Sessels hervorgehoben hat, welcher, 
    selbst am wenigsten construetiv, das 
i; "  eigentliche tektonisch-formale Mo- 
 r 77 g tiv des Gerüstes vorstellt. 
Rococco-Annstuhl, 
XVI. 
   
 
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Antiker Stuhl 
Die Lehne. Als ein aus dem 
Bedürfnisse größerer Bequemlichkeit 
hervorgegangcncr Bestandtheil des 
Sessels, kann auch für seine Gestal- 
tilng zunächst keine andere Rück- 
sicht bestimmend sein, als eben die 
der Bequemlichkeit. 
Aber auch die Lehne, so ent- 
schieden sie zunächst nur in zweck- 
dienlicher Weise functioniert, muss 
sich unserem Erachten nach bis zu 
einem gewissen Grrade dem Haupt- 
theil des Sessels, der Sitzliäche, 
unterordnen und von ihr, als dem 
Mittelpunkte der ganzen tektonischen 
Construction, gleichsam in ihrer 
Function sichtbar auslaufen. Wir 
ihre Überlegenheit. Während die gothischen Möbel beim Gebrauch erst mit Draperie- 
behäugen und Pölstern belegt werden mussten, nagelte die Renaissance den P01- 
ster fest, ihn so in einen bleibenden Bestandtheil des Sitzes verwandelnd.
        

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