Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der kunstgewerblichen Formenlehre
Person:
Feldegg, Ferdinand von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-748370
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-749933
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(Ende des 17.Jahrhunderts) hat in dieser Richtung zu fehlen begonnen. 
Ferner soll das Gitter wirklich sowohl als auch zeichnerisch in einei- 
Ebene liegen,  gemäß seiner Bedeutung als durchbrochene Wand. 
Perspectivisehe Motive sind deshalb A 
ein Unsinn, zu welchem sich übrigens Jg? 
gleichfalls die Verfallszeit verstiegen hatÄ)  
2. llIateriell-constructive Forderungen: "m i 
der Zusammenstoß zweier Linienzüge er-   
folge stets in tangentialer oder senkrechter   
Richtung, weil nur in diesen Fallen die  (Fs gif 
Verbände solid anzubringen sind. An einer   
Stelle sollen nur zwei (höchstens drei) G   
Stäbe zusammentreffen, um keine zu große     I,  
Inanspruchnahme der Verbände zu ver-  
anlassen. Letztere seien gleichmäßig ver-   
theilt, damit im System nirgends eine ge-  
schwächte Stelle vorkomme. Alle con-  
structiv wichtigen Verbände sollen an den   b 
  3 - 
Haupttheilen des Gitters haften.  
Ich kann das Gebiet der Tektonik IIÜÄLS; 
in Metall nicht verlassen, ohne noch einige  
Worte über jene Gruppe von metallischen rliäilßjiät 
Gefügen zu sagen, welche in ihrem struc-    
tiven Aufbau über die Grenze der bloßen CÄÄQX; 
Fläche hinausgehen und zum vollen räum-   
liehen System werden.  Es kann mit  
einem Satze gesagt sein: Sie sind derzeit  
noch nicht aus dem Stadium technischer   
Construction hinausgekommen. Nach der  
Ursache dieser Thatsache kann hier nicht 5 i?" 
gefragt werden,  vielleicht überhaupt veneüanische Mastspme 
noch nicht, denn sie dürfte erst in dem 
Momente klargelegt werden, als die Kunst sich der modernen tech- 
mischen Errungenschaften vollständig bemächtigt hat.  Vorerst 
1) Von diesem Gesetze des Ebenfälligen ist im Schmiedeisenstil bloß die freie 
Endigung ausgenommen, da. sie, die Wandiiäche factisch und in der Idee überragend, 
nicht mehr an die Gesetze dieser gebunden ist, vielmehr eben in der nach allen 
Richtungen freien Entfaltung (natürlich stets bei Vorherrschen der einen, haupt- 
sächlichen Richtung nach aufwärts) ihren Zweck als "Endigung" einer bis dahin 
giltigen, strengen Gebundenheit deutlich ausspricht. 
Feldegg, Grundriss der kunstgewerbl. Formenlehre. 9
        

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