Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der kunstgewerblichen Formenlehre
Person:
Feldegg, Ferdinand von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-748370
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-749767
T17 
Die Überplattung. Von vornherein würde es geivagt er- 
scheinen, auch diese Verbindungsweise als eine Ableitung aus dem all- 
gemeinen Klemmverbande auszugeben, allein durch Vermittlung der 
eben geschilderten Verbindung der Durchsteckilng wird dieser Zu- 
sammenhang offenbar.  Denn gleichwie der Klemmverband als im 
Wesentlichen vorhanden auch dann erkannt worden ist, wenn das 
Umfassen des Verbindungsstüekes kein vollständiges war (Leim- 
zwingenverband), so lässt sich offenbar auch da. eine Verbindung 
nach Analogie der Durchsteokung erkennen, wo (wie in beistehen- 
der erster Figur) die Durchlochung an einer Seite offen ist.  Diese 
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Einlassung. 
aerplattung. 
Verbindung unterscheidet sich nun aber von der Überplattung im YVe- 
sentlichen gar nicht und beiläutig nur dadurch, dass der Eingriff ein 
bloß einseitiger ist, d. h. nur der eine Theil den Einschnitt auf- 
weist. Sobald dieser Einschnitt auch an dem zweiten Theil angebracht 
wird, derart, dass sich beide Theile gegenseitig übergreifen und 
dabei platt übereinander (gleichsam in einer Ebene) liegen, ergibt 
sich die Verbindung durch Überplattung.  Dieselbe ist sowohl für 
die Holz- als Metallconstruction eine typische. 
Verbindung durch Feder und Nuth. Dem YVesen nach 
identisch mit der Verzapfting, hat sie uns nur als eine gleichsam vom 
Punkt zur Linie erweiterte Verzapfung zu gelten.  Beistehende 
Figur klärt diesen Umstand hinlänglich auf. Der umfasste Theil heißt 
Feder, der timfassende die Nuth.  Die Feder- und Nuthverbindung 
ist gleich den übrigen angeführten Verbindungen typisch für die Holz- 
construction und insbesondere deshalb von Wichtigkeit, weil durch 
sie das Holz in seiner Eigenschaft als Brett (Füllung der Rahme) zur 
tektonischen Verwendung gelangt.
        

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