Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der kunstgewerblichen Formenlehre
Person:
Feldegg, Ferdinand von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-748370
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-749758
Anwendung findet und durch andere zweekmäßigere ersetzt wird, so 
ist sie doch als Mittel einer vorübergehenden und zugleich regulier- 
baren Verbindung häufig angewendet und zwar in der Form der 
Leimzwinge zu den bekannten Zwecken. 
Abgeleitete Verbindungen ohne Zuhilfenahme 
selbständigen Verbindungstheiles. 
eines 
Der Gedanke liegt sehr nahe, die Verbindung zweier Theile 
mit Hilfe eines Verbindungsstückes dadurch zu vereinfachen, dass 
man den einen der beiden Theile zum Verbindungsstück selber 
macht.  Gleichwohl aber geht naturgemäß jeder solchen „Verein- 
fachung" die Verbindung mittelst eines selbständigen Verbindungs- 
stückes voraus und ist somit jene bloß abgeleitet. 
Denken wir uns in der ersten Figur auf Seite 110 A und C als ein 
einziges Stück, so erscheint es mit B zwar nach Analogie der obigen 
"WIM  
ß W! 
a imllimh 
Augverband. 
Verzapfuvg- 
Erklärung (Klemmverband), jedoch ohne Zuhilfenahme eines selb- 
ständigen dritten Verbindungsstückes, verbunden.  Der gleiche 
tektonische Grundgedanke liegt nun aber der weiter nachfolgenden 
Verbindungsweise (siehe die beistehenden Figuren), wie sie die con- 
structive Praxis anwendet, zu Grunde, und zwar insoferne, als auch 
bei ihr der eine der beiden zu verbindenden Theile zugleich Ver- 
bindungsstück ist.  Im Schmiedeeisen werden wir diesen Verband 
sogar als einer ganz speciellen Methode unter dem Namen Lochung 
und Durchsteckung oder Augverband begegnen. 
Damit verwandt ist die sowohl der Holz- als Metallconstruction 
geläuiige Verbindung mittels Verzapfung, bei welcher zum einzigen 
Unterschiede von der Durchsteckung bloß Theil A nicht über die 
Grenzen von B verlängert ist.
        

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