Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der kunstgewerblichen Formenlehre
Person:
Feldegg, Ferdinand von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-748370
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-749744
Dies vermag bloß auf zweierlei Weise zu geschehen.  Entweder 
indem A und B durch einen an ihren äußeren Grenzen also bei 1 und 
2 angebrachten Druck in der Pfeilrichtung an der Fortbewegung 
gehindert, oder indem A und B an der inneren gemeinsamen Stelle 
C zusammengehalten werden, was durch einen dortselbst stattfin- 
denden Zug nach Innen herbeigeführt zu werden vermöchte. 
Jener ersteren Lösung entspricht es nun offenbar, wenn die 
Theile A und B durch einen dritten Theil C derart umfasst werden, 
C 
Klemmverband. 
Zugverband. 
dass an den beiden Außenseiten bei 1 und 2 der nothwendige Druck 
gegen die Entfernung der umfassten Theile stattfindet. 
Der zweiten Lösung dagegen ist es offenbar angemessen, wenn 
die Theile A und B durch ein an der Berührungsstelle gemein- 
sames Stück C, welches mit A und B in fester Wlerbindung steht, 
zusammengehalten werden, wobei der Zusammenhalt des gemeinsa- 
men Stückes C für den Zusammenhang von A und B gleichsamihaftet. 
YVir haben in diesen beiden Verbin- 
dungsweisen zwei typische Fälle der tekto- 
_ nischen Zusammenfügung mit Hilfe selb- 
ständiger Verbindungstheile vor uns und 
g wollen sie als solche mit den allgemeinen 
 Ausdrücken von Klemm- und Zugverband 
ä bezeichnen, lediglich um uns im Nachfolgen- 
den auf diese Benennungen beziehen zu 
Z können. 
 Beispiele für beide Arten von Verbin- 
Leimzxxvi;lge_ dungen liefert uns die Technik des Schmiede- 
eisengitters (siehe dortselbst), während uns 
die Holzconstruction in jeder gewöhnlichen Aufnagelung ein Beispiel 
für die zweite Verbindungsmethode gibt. 
Der ersteren Methode entspricht weiters im Holze principiell 
jene Verbindung, in welcher zwei Theile durch einen dritten umklain- 
mert und auf diese Weise aneinandergepresst werden.  Obgleich 
nun auch diese Verbindungsweise als Construction keine zu große
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.