Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-769543
Der Zerstäuber. 
Ein Übelstand dieser Massen sind die unangenehmen Gerüche, 
die sie gewöhnlich an sich tragen.  
Die Bearbeitung geschieht mit den nämlichen Instrumenten 
Wie das Modellieren in Thon und Wachs. 
Der 
Zerstäuber. 
Dieses auch als Drosophor, Refraichisseur und Fixateur be- 
zeichnete kleine Gerät dient zu den mannigfachsten Zwecken. 
Abgesehen davon, dafs man es auch verwenden kann, um wohl- 
riechende Flüssigkeiten in der Zimmerluft zu zerstäuben und um 
Blattpflanzen und Blumensträufse mit Wasser zu übertauen, dient 
PS dazu, fertige Zeichnungen zu fixieren oder festhaften zu machen, 
indem man dieselben mit einer Schellacklösung überbläst; dann 
aber auch zu Spritzarbeiten und um leichte Töne und Hintergründe 
herzustellen, indem man Farblösungen oder flüssige Bronzen 
mittelst desselben aufträgt. 
Die Ausstattung des Apparates kann sehr verschieden sein. 
Sein Hauptbestandteil sind zwei zugespitzte Röhrchen, von denen 
das dünnere in die zu zerstäubende Flüssigkeit gebracht wird, 
Während das dickere, rechtwinklig zum andern stehende zum 
Einblasen der Luft dient. Wer nicht genügend blasen kann oder 
mag, findet das Gerät auch mit der Vorrichtung eines Gummi- 
balls oder Doppelsballs, wobei dann durch den Druck der Hand 
das Gebläse erzielt wird. Das Mundverfahren ist aber immerhin 
das bessere und billigere. 
 Ob die Röhrchen aus Metall oder Glas hergestellt sind, ist 
einerlei; wesentlich für die Wirkung ist deren Weite die Art 
der SPitZen und deren Stellung zu einander Sind diese fehler- 
hilft, S0 erfordert das Gerät ein unnöti starkes Blasen es ver- 
teilt nicht gut und gleichmäfsig oder ges thut überhaubt nicht". 
Beim Kaufen eines Zerstäubers lasse, man sich ein Glas Wasser 
ülid ein Blatt Papier geben und probiere zunächst. Die Figur 66 
19181 die üblichen Formen des Zerstäubers Wem es Spafs 
macht, diese Geräte selbst zu verferti en dem diene nachstehendes 
Zul" Anleitung. Dünnwandige Glasröghreh von 2 und 4 mm innerer 
Weite Zieht man über der Gasüamme in Spitzen aus schleift die 
Enden mit der Glasfeile oder am Schleifstein eben, umwickelt 
und Verbindet die Röhrchen mit ausgeglühtem Mebsing- oder 
Eisendraht und stellt dieselben wie Figur 66a es angibt, d. h. 
bis der Erfolg der gewünschte ist. Damit die Röhrchen in den 
DrahtsPiralen haften, zieht man die letztern etwas in die Länge 
oder klopft sie ein wenig breit, so dafs sie das durchzuschiebende 
Rohr klemmen. Will man eine unveränderbare Stellung der
        

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