Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-769525
"Spiegel. 
Konvex  
auf drei Seiten an den Rändern und auf der Rückseite des 
bessern Schutzes wegen mit Papier überklebt werden (Fig. 64). 
An Stelle des Glasspiegels kann auch ein hochpoliertes 
Metallblech treten, welches in einer Hirschledertasche aufbe- 
wahrt wird. 
Konvex - Spiegel. 
Zu bestimmten Zwecken, hauptsächlich bei der Landschafts- 
malerei, sind vielfach kleine Konvexspiegel in Rechteckform (etwa 
10 auf I2 cm messend) aus weifsern oder schwarzem Glas in 
Anwendung, um sich das Bild einer Gegend u. s. w. auf dieser 
Fläche zurechtzulegen. Der richtige Überblick und das Zusam- 
menfassen sowie auch die Farbenstimmung werden dadurch erleich- 
tert. Der EHekt im schwarzen Spiegel ist eigentümlich und 
wesentlich anders als beim gewöhnlichen. Diese Spiegel werden 
auf den Kanten und hinten mit Papier überklebt und in Leder- 
taschen aufbewahrt. 
Modellierstifte. 
Zum Modellieren in Thon, Wachs und ähnlichen bildsamen 
MHSSSII dienen die Modellierstifte. Kleiner für Wachs, sind sie 
häufig aus Bein oder Elfenbein; gröfser für Thon, sind sie meist 
aus hartem Holze gefertigt. 
Die bekanntesten und gebräuchlichsten Formen sind der ge- 
wöhnliche spindelförmige Stift, am einen Ende spitz-rundlich, 
am andern flach-rundlich zulaufend (Fig. 65 a); das "Kropfholz" 
mit geschweiften Enden (Fig. 65b); die "Spachtel", am einen 
Ende zugespitzt, am andern schräg abgeflacht (Fig. 65 c); das 
"Messer", ähnlich aber ausgesprochener als die Spachtel 
(Fig. 65 d); der "Ringstift", an den Enden mit eingesetzten, 
umgebogenen Messingdrähten, besonders zum Wegnehmen des 
Thones geeignet (Fig. 65 e). Aufserdem sind für Wachs auch 
Holzstifte mit Metallspitzen im Gebrauch (Fig. 65  
Man läfst diese Stifte nach Wunsch vom Dreher anfertigen, 
wenn sie in den Zeichenmaterialienhandlungen nicht käuflich zu 
haben sind. Jeder Bildhauer wird die nächstliegende Quelle 
angeben können. 
Plastolin, 
Plastocer 
und 
Thoncerat. 
Unter diesen Namen sind bildsame, plastische Massen von 
künstlicher Zusammensetzung verstanden, die neuerdings häufig für 
Modellierarbeiten und zu ähnlichen Zwecken Verwendung finden. 
Während der gewöhnliche Modellierthon für gröfsere Arbeiten, das 
Modellierwachs für kleinere Dinge dient, eignen die genannten 
Meyer, Liebhaberkünste. 6
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.