Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-769514
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Efster Abschnitt. 
und 
Material 
Über das 
Werkzeuge. 
die 
auf das Bild soll und wie es aufhören mufs, 
Verteilung zwischen Vorder- und Hintergrund, 
Format erreicht wird. 
damit eine gute 
sowie ein gutes 
Hierbei kommt es erleichternd zu statten, wenn man in 
beliebige Pappdeckel rechteckige Offnungen schneidet von ver- 
schiedenen Verhältnissen der Höhe zur Breite, wobei nur dieses 
Verhältnis, nicht aber die {absolute Gröfse der Öffnungen in 
Betracht kommt. 
Hält man diese durchlochten Pappdeckel der Reihe nach vor 
die betreffende Landschaft oder das zusammengestellte Stillleben, 
so läfst sich durch Hin- und Herschieben in der Richtung nach 
oben und unten, nach rechts und links, nach dem Auge zu und 
von demselben weg mit Leichtigkeit feststellen, auf welche Weise 
der Gesamteindruck des Bildes am besten ausfallen__wird. 
Für geübtere Augen ist das Mittel entbehrlich, den unge- 
übten kann es sehr wohl zu statten kommen. 
In ähnlicher Weise kann man eine Glastafel benützen und 
auf dieser das Bild in rohen Umrissen mit dem Pinsel oder einer 
fetthaltigen Kreide skizzieren. Selbstverständlich mufs während 
des Aufzeichnens eine Verschiebung des Auges in Bezug auf die 
Glastafel vermieden werden. Es existieren auch besonders hier- 
für gebaute Apparate, wobei die Tafel feststeht und die Ein- 
stellung durch die Verschiebung des an einem Stabe angebrachten 
Guckloches erfolgt. Ist hinter dem Sehloch ein Glasprisma an- 
gebracht, Welches die Lichtstrahlen rechtwinklig bricht, so kann 
die Tafel, auf welche gezeichnet wird, horizontal liegen. 
 
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I" 1 KX,  
    
Fig. 64. Spiegel zum Über- 
sehen der symmetrischen 
Wirkung eines Ornamentes. 
62. Spiegel. 
Um beim Entwerfen einer symme- 
trischen Ornamentpartie sich zu verge- 
wissern, wie das Ganze aussieht, nach- 
dem die" Hälfte gezeichnet ist, und um 
etwaige Anderungen noch vor dem Über- 
pausen vornehmen zu können, bedient 
man sich mit Vorteil des ebenen Spiegels. 
Ein rechteckiges Stück Spiegelglas ist der 
ganze Apparat, der zum Zwecke der Be- 
trachtung mit einer seiner Umfassungs- 
linien so auf die Axe des symme- 
trischen Ornaments gestellt wird, dafs 
Papier und Spiegel einen rechten Winkel 
zu einander bilden. Der Spiegel darf 
keinen Rahmen haben, dagegen kann er
        

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