Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-769387
Durchzeichenpapiere. 
S0 möge hier der im Handel befindlichen Formen Erwähnung 
geschehen. Die eine Art besteht in spindelförmigen, beiderseits 
Spitz zulaufenden Stäbchen aus Bein oder 
Elfenbein (Fig. 54a); die andere Art be- 
steht aus Holz, Metallblech und Milch- I  
glas. Der Stiel ist aus Holz, der Paus-  
stift aus Milchglas; die Verbindung  
beider ist eine Hülse aus Metallblech; das   
Ganze sieht aus wie ein spitzer Polier-   
achat. (Fig. 54b.) Auch Holzgriffe, :  ä 
in die das abgebrochene Ende einer    
Stricknadel eingesetzt wird, dienen als  1  
Durchzeichenstifte und lassen sich un-    
schwer herstellen. (Fig. 54c.) E ä  
Durchzeichenpapiere. 
Mit diesem Namen bezeichnet man 
Seiden- und andere dünnePapiere,welche 
einer- oder beiderseits mit blasser, roter 
oder schwarzer Farbe derart überzogen 
sind, dafs sie beim Durchzeichnen mit 
dem Bleistift oder Pausstift genügend ab- 
färben. Das beiderseits gefärbte Durch- 
zeichenpapier hat den Zweck, dafs gleich- 
zeitig zu einer Zeichnung das symme- 
trische Gegenstück angefertigt werden 
kann. 
Wie das Durchzeichenpapier, die 
Pause und etwaige andere Zwischenlagen 
zu legen sind, dürfte sich von selbst 
verstehen.  
 DiemeistverwendetenDurchzeichen- 
papiere sind das Graphit- und das Rötel- 
papier, die man beide unschwer auch 
selbst anfertigen kann, indem man Seiden- 
papier mit Graphit- oder Rötelpulver 
einreibt. Die blauen und andersfarbigen 
Papiere dienen bestimmten Zwecken, zum 
Überzeichnen auf Steife u. s. w. 
Ein und dasselbe Papier läfst sich 
vielmal benützen, bis es schliefslich nicht 
mehr genügend abfärbt. 
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Fig. 54. Verschiedene Arten 
von Durchzeicheustiüen. 
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