Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768653
Vorwort. 
im gewöhnlichen Leben als Geschmack bezeichnet, das künst- 
lerisch richtige Empfinden, kann aus Büchern nicht gelernt wer- 
den. Ein Gleiches gilt für jene schwer zu beschreibenden, aber 
sehr wesentlichen Handgriffe und Fingerfertigkeiten, die eben nur 
durch langdauernde Übung und angeborene Findigkeit ermöglicht 
sind. 
Man wolle auch nicht von der Voraussetzung ausgehen, als 
ob das Handbuch eine Vorlagensammlung für die verschiedenen 
Liebhaberkünste sei. Das kann es schon seiner räumlichen An- 
ordnung und Gröfse wegen nicht sein und deswegen nicht, weil 
einem hauptsächlichen Momente, demjenigen der Farbe, doch 
nicht hätte Rechnung getragen werden können. Immerhin aber 
werden die beigegebenen Illustrationen, vornehmlich diejenigen 
des zweiten Abschnittes, die sich durchschnittlich dem Sinne des 
geschriebenen Wortes anpassen, hin und wieder eine mittelbare 
oder unmittelbare Verwendung zulassen. 
In letzterer Beziehung wird das Buch eine Ergänzung finden 
in den Vorbildern für häusliche Kunstarbeiten, welche 
gleichzeitig von der Verlagshandlung herausgegeben werden (in 
Sammlungen von 6 Heften zu je 12 Tafeln in 4", Preis 6  
Der Verfasser wird sich Mühe geben, sofern ihm eine neue 
Auflage dazu Anlafs bietet, die vorhandenen Lücken und Mängel 
zu beseitigen. Dafs und wo diese vorhanden sind, weifs er selbst 
am besten. Er wird auch etwaige Wünsche und Berichtigungen 
zu diesem Zwecke gern entgegennehmen. 
Zum Schlusse noch eins: Wenn etwas nicht gleich gelingt, 
so bitte ich ganz ergebenst, die Schuld nicht ohne weiteres mir 
und meinem Buche anzuhängen. Es läfst sich wetten, unter neun 
von zehn Fällen wird dieselbe näher zu suchen und zu finden 
sein. Haben Sie die Güte, erst nachzusehen, 0b nicht eigener 
Mangel an Geschicklichkeit das verschuldet hat, was Sie meinen 
Angaben in die Schuhe schieben möchten, und vergessen Sie vor 
allem nicht, dafs Probieren über Studieren geht! 
Karlsruhe, 
im 
September 
1889' 
Franz 
Sales 
Meyer.
        

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