Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-769323
Tonpapiere. 
Karton. 
Carl Schleicher 8c Schüll in Düren erwähnt). Die Tauen- 
papiere (aus alten Schiffstauen gefertigt) zeichnen sich durch be- 
sondere Unverwüstlichkeit ans, sind gelblich und vielfach nicht 
ganz rein. Zum Skizzieren und für vorbereitende Arbeiten empfeh- 
len sich gelblich Konzept, dick und extradick in Rollen und in 
Bogen. 
Tonpapiere. 
Diese in Bogen und Rollen hergestellten, in der Masse 
gefärbten Papiere kommen in zahlreich" abgestuften Tönen vom 
hellsten Gelb und Rosa bis zum Schwarz in Handel, obgleich 
es verhältnismäßig wenige Töne sind, die sich zum Zeichnen und 
Malen als durchweg günstig erweisen. Für Zeichnungen in Blei- 
stift eignen sich zunächst die hellgelblichen, rötlichgelblichen, 
grauen und graublauen, für Rotstift die gelblichen, rötlichgelben 
und grauen Töne; für Zeichnungen in zweierlei Kreide sind es 
die dunklern grauen und graublauen Abstufungen, die sich zu- 
meist empfehlen. 
i Bekannte und vorzügliche Tonpapiere in Bogen sind die von 
Canson-freres (Grofs-Median, 48[62 cm), für Bleistift, Kreide, 
Kohle, Feder und Pinsel geeignet.  
Die deutschen Tonpapiere in Bogen und Rollen sind viel- 
fach zu weich und wollig, die tierisch geleimten zu hart und 
grobkörnig, so dal's sie sich nur für bestimmte Zwecke eignen. 
(Drei hübsche Papiere im Format von 47[6o sind Schleicher 8c 
Schülls No. 77, hellgelb, N0. 462, silbergrau, und 542,Ädunkel- 
grau.) Das Papier "lngres" (47161 cm) ist dünn, ripsartig 
gestreift, läfst sich schwer aufspannen, eignet sich aber in seinen 
hellen Tönen für Rotstiftzeichnungen und Federzeichnungen aus- 
gezeichnet, wie es auch vielfach für Kreide und Kohle benützt 
wird. 
Ein sehr gutes, starkes Tonpapier, vornehmlich für Kreide 
und Kohle geeignet, von licht blaugrauer Farbe und torchon- 
ähnlichem Korn ist das „Gri's de Rome" (49I64 cm). 
Karton. 
Derselbe wird in allen möglichen Farben und Abstufungen 
vom Weil's bis zum Schwarz hergestellt. Das gewöhnliche For- 
mat ist 48 auf 64 cm. Gröfsere Formate sind, wenn nicht in 
den Zeichenmaterialienhandlungen, in den Materialienhandlungen 
für Photographie vorrätig. Die gewöhnlichen Dicken sind ein- 
fach bis sechsfach. 
Eine allgemeine Verwendung des Kartons ist diejenige zum 
Aufkleben von Zeichnungen und Aquarellen, wobei man gerne,
        

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