Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-769230
Erster Abschnitt. 
Über das 
die 
und 
Material 
Werkzeuge. 
Zusammenstellung für I2, beziehungsweise, 20 Farben gemacht. 
Einige Farben, wie Grünblauoxyd, Ultramarin, Kobalt, sind we- 
sentlich teurer im Preise als die gewöhnlichen. 
ßChinesisch Weil's gGebrannte Sienna 
Neapelgelb Kasseler Braun 
xHell-Chromgelb gBeinschwarz 
Kadmium Karmin 
ikMennige  "(Dunkel-Krapprot 
äiZinnober xKobalt 
Indisch Rot ikUltramarin 
Heller Ocker ßIndigo 
Roter Ocker  xSmaragdgrün 
iäUngebrannte Sienna Grünblauoxyd. 
Pinsel 
für 
die 
Aquarellmalerei. 
Ein guter Pinsel mufs aus elastischen und nicht zu weichen 
Haaren gefertigt sein, die in eine feine Spitze zusammenlaufen. 
Wird ein Pinsel in Wasser getaucht und abgestreift, so rnufs er 
sofort wieder diese Spitze bilden; andernfalls, hauptsächlich wenn 
er sich in mehrere Spitzen zu spalten pflegt, taugt er nicht zur 
Malerei. Ebensowenig ist er zu gebrauchen, wenn er Haare 
läfst.  
Es werden Pinsel aus dem verschiedensten Material, in vielerlei 
Gröfsen und Formen gefertigt und schliefslich findet auch jede 
Form ihre entsprechende Hand und ihren Liebhaber. Durch- 
schnittlich jedoch empfehlen sich die guten, aber auch ziemlich 
teuren Marderpinsel mit ihren roten Haaren, in runde Blech- 
hülsen gefafst, an langen Holzstielen, wie sie ähnlich auch in der 
Ölmalerei benützt werden. 
Man braucht nicht vielerlei Pinsel, jedenfalls nicht die ganze 
Reihe der vorhandenen Gröfsen, da man mit einem mittelgrofsen 
Pinsel auch kleine Sachen malen kann, wenn er gut ist und eine 
feine Spitze hat. (Fig. 48. 8.) 
Zum Anlegen grofser Flächen bedient man sich gewöhnlich 
der grofsen doppelten Lavier- oder Waschpinsel, wobei die 
eine Spitze meist mit Farbe, die andere mit Wasser gefüllt wird, 
wenigstens, wenn es sich um das Ablavieren von Tönen handelt. 
Die beiden Enden tragen dann gewöhnlich ungleich grofse Pinsel, 
so z. B. N0. 8I12, rojl4, I2II6. 
Ein bewährtes Fabrikat ist das von Winsor 8c Newton; 
sehr zu empfehlen sind auch die deutschen Pinsel von Louis 
Meunier in Nürnberg.  
Bestimmte, aufserhalb der eigentlichen Malerei liegende Zwecke
        

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