Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-769212
Abschnitt. 
Erster 
und 
Material 
das 
Über 
Werkzeuge. 
die 
und auch in Bezug auf Landschaften und Blumen wird man ohne 
Deckweifs schwer auskommen, wenn die Malerei auf farbigen 
Papieren erfolgt.  
Beim Mischen der Farben mit Deckweifs ist darauf zu achten, 
dafs blaue und rote Farben durch den Zusatz von Weil's kälter 
werden (d. h. dafs ihre Schattierung nach der violetten Seite hin 
gedrängt wird) und leicht unangenehm wirken, wenn nicht die 
nötige Ausgleichung durch Zusatz von Gelb bewirkt wird. Das 
Weil's wirkt eben stets mehr oder weniger als ein sog. durch- 
scheinendes Medium, das vor dunklen Farben dieselben kälter 
 
r  Permanent 
 Chmesisch Weiss 
x (Blaue de China) 
Ür. Fr, Schornfcld 6 C0. 
 Düsseldorf. 
"NUN" 
ü. H11 I1iiäiiiiiiiääiääüiiiirß.   1'!  
Fig- 
Permanent-Weiß, 
Weifs 
Chinesisch 
Glasfläschchen. 
erscheinen läfst. Giefst man einige Tropfen Milch, die ja weiß, 
oder gelblich ist, auf einen schwarzen Untergrund, so wird sofort 
der Eindruck des Blauen hervorgerufen. Aus dem gleichen 
Grunde stehen rein weifse Lichter schlecht auf gelben und braunen 
Tonpapieren, während dies auf grauen und blauen Tönen nicht 
der Fall ist. Beim Auftragen mit Deckweifs gemischter Farben 
ist ferner darauf Rücksicht zu nehmen, dafs sie trocken vielfach 
anders erscheinen, als solange sie noch nafs sind. Beim Probieren 
thut ein Stück Weifse Kreide gute Dienste. Ein Farbtupfen, auf 
Kreide gebracht, ist sofort trocken und zeigt die richtige Wirkung. 
Das Permanent-Chinesisch Weifs wird von den obengenannten 
Firmen in Tuben und Näpfen, aber auch in kleinen Glasflaschen
        

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