Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-769025
Bleistifte. 
Johann Faber u. a. 'Zu empfehlen sind die Zedernholzstifte, 
naturfarben mit kreisrundem Querschnitt und die durchsichtig- 
gelbbraun lackierten mit sechseckigem Querschnitt. Vorzüglich, 
aber teuer sind die Stifte aus sibirischern Graphit, Mine Albert. 
Der Härtegrad der Stifte wird neben der Firma den Stiften 
in Nummern oder Buchstaben beigedruckt. Die Nummern r bis 5 
steigen von der weichsten zur härtesten Qualität. Eine weiter- 
gehende Unterscheidung ist die mittelst Buchstabenbezeichnung, 
2. B. für die sibirischen Stifte: BBBBBB, BBBB, BBB, BB, B, HB, F, 
H, HH, HHH, HHHH, HHHHHH (vom weichsten zum härtesten 
Grad steigend). Diese Bezeichnungen sind am einen Ende des 
Stiftes angebracht, und es empfiehlt sich, die Stifte stets am ent- 
gegengesetzten Ende anzuschneiden, weil dann die Härtebezeich- 
nung bis zu Ende sichtbar bleibt. Mit welcher Nummer man 
amgbesten zeichnet, hängt von der Art der Darstellung ab, vor 
Fig- 
Bleistiftfeilen. 
(Verkleinert) 
allem aber auch von der Wahl des Papieres. Glatte Papiere er- 
fordern weiche Bleistifte, rauhe Papiere härtere. 
Gute Bleistifte müssen gleichmäßig sein, leicht abfärben, 
einen satten, glänzenden Strich geben, der mit dem Gummi leicht 
wegzunehmen ist, und dürfen nicht zu bald stumpf werden. 
Stumpf gewordene Bleistifte werden mit dem Messer angespitzt 
oder, wenn man viele feine Linien zu ziehen hat, auch wohl in eine 
Schneide zugeschärft. Obschon diese Arbeit aufserordentlich ein- 
fach ist und bei Zederholzstiften blofs ein einigermafsen scharfes 
Messer erfordert, sieht man vielfach abscheulich zugerichtete Blei- 
stifte. Man verkauft neuerdings trichterförmige Bleistiftschärfer. 
Ihre ordentliche Handhabung pflegt aber nur denjenigen zu ge- 
lingen, die auch mit dem Messer zurechtkommen. 
Beim Schärfen der Bleistifte bedient man sich zweckmäßiger- 
weise auch kleiner, flacher Feilen mit rechteckigem Querschnitt 
und feinstem Hieb, auf denen man die Bleistiftspitzen hin und 
her bewegt. Ein Stückchen feines Schmirgel- oder Glaspapier 
leistet dieselben Dienste. (Fig. 26.)
        

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