Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-769014
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Erster Abschnitt. 
Werkzeuge. 
die 
Material und 
das 
Über 
Fig- 
oder der Handbock. 
Die Brücke 
Bleistifte. 
Die Bleistifte, auch Bleifedern, richtiger Graphitstifte genannt, 
haben ihren Namen von dem ursprünglichen Gebrauch, mit ge- 
gossenen Bleistäbchen auf Pergament zu schreiben. Der Graphit, 
mineralischer Kohlenstoff, findet sich in besonderer Güte in 
Sibirien und in England. Aus tadellosem Graphit lassen sich 
Stäbchen schneiden, die, in Holz gefafst, die sog. englischen Blei- 
stifte bilden. Die neuere Bleistiftfabrikation bedient sich jedoch 
eines andern Weges. Graphit und plastischer Thon werden aufs 
feinste gemahlen und geschlemmt und zu einer gleichmäfsigen, 
bildsamen Masse verarbeitet. Auf 1 Teil Graphit kommt ein 
Thonzusatz von 0,8 bis 1,6 Teilen Thon je nach der Qualität 
des Graphits und dem zu erzielenden Härtegrad. Die weiche 
Masse wird in prismatische oder cylindrische Stäbchen verarbeitet, 
die in Kohlenpulver ausgeglüht werden. Die fertigen Stäbchen 
werden in Hülsen mit Klemmvorrichtung gefafst (sog. Künstler- 
stifte) oder sie werden in hölzerne Stifte eingeleimt (gewöhnliche 
Bleistifte). Die billigen Sorten werden in einheimische Hölzer 
gefafst, die bessern dagegen in sog. Zedernholz (Virginischer 
Wachholder I Juniperus Virginiana; weifse Zeder : Cupressus 
thyoides; südamerikanische Zedrelle z Cedrella odorata). Die 
Stifte sind im Querschnitt kreisrund, sechseckig, quadratisch, drei- 
eckig, elliptisch u. s. w. Sie bleiben naturfarben oder werden 
mit durchsichtigem oder farbigem Lack überzogen. 
Bekannte Firmen der Bleistiftfabrikation sind A. W. F aber 
in Nürnberg, Hardmuth in Wien, Grofsberger und Kurz,
        

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