Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-769009
der Handbock. 
oder 
Die Brücke 
und beschreibt die Kreisbogen aus E,F,G und H, wie die Figur 
es angibt. 
c) (Fig. 23 c). Man zieht 3 gleich grofse Kreise, die sich 
gegenseitig durch die Mittelpunkte gehen und deren Zentren auf 
einer geraden Linie liegen. Zieht man 4 Hilfslinien, wie die 
Figur es angibt, so kann man aus E,F,G und H die betreffenden 
Bogenstücke beschreiben. 
2) Korbbogen von beliebigen Axenverhältnissen. 
a) (Fig. 24a). Man zieht die halbe kleine Axe von der 
halben grofsen Axe ab und halbiert den Rest. Diesen halben 
Rest trägt man vom Mittelpunkt M aus auf dem Axenkreuz nach 
rechts und links jmal, nach oben und unten je 4mal auf. S0 
erhält man die Punkte E, F,G und H. Von diesen Punkten aus 
zieht man die betreffenden Bogen, nachdem zuerst die 4 geraden 
Hilfslinien gezogen sind. 
b)_(Fig. 24b). Man zieht das Rechteck, in welches der 
Korbbogen hineinpassen soll, und die Linie AB. Von B aus trägt 
man auf dieser den Unterschied der halben grofsen und halben 
kleinen Axe nach K ab. Über der Mitte von AK zieht man 
eine Senkrechte, welche, genügend verlängert. die beiden Axen 
in E und F schneidet. Durch symmetrisches Überschlagen erhält 
man die Punkte G und. H. Von E,F,G,H aus zieht man die 
betreffenden Bogen, nachdem zunächst die geraden Hilfslinien 
gezogen sind. 
Zu all diesen Korbbogen kann man konzentrische Bogen 
ziehen und solchergestalt korbbogenförmige Umrahmungen von 
irgend einer Breite erzielen. (Fig. 24a.) 
Die 
Brücke 
oder 
der 
Handbock. 
Mit diesen Namen bezeichnet man eine einfache Vorrichtung, 
deren man bedarf, um beim Aufmalen des Deckgrundes und beim 
Radieren in der Ätzerei, beim Porzellanmalen und verschiedenen 
andern Hantierungen die Hand auflegen zu können, ohne den 
Gegenstand zu berühren. Die Brücke wird gebildet durch ein 
dünnes Brettchen, das durch Anbringung seitlicher Leisten unter- 
stützt ist. Die Gröfsenverhältnisse richten sich nach dem be- 
stimmten Zweck. (Fig. 25.) 
Zu ähnlichen Vorrichtungen kann man nötigenfalls auch 
Lineale und Reifsschienen gestalten, indem man beiderseits Kork- 
scheiben befestigt u. s. W. Wo vieleLinien zu ziehen sind und 
ein langsames Trocknen stattfindet, ersparen diese Vorrichtungen 
Zeit und schützen vor dem Verwischen von Stellen, die noch 
nafs sind.
        

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