Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-772380
Allgemeine Lebensweisheit. 
367 
Pracht, Gold und Ehr" 
Ist morgen oft nicht mehr. 
 
Schon nlanchmal schien's, 
Als wär es Frühlingszeit, 
Dann kam ein Sturm 
a1 mondo ä breve sogn0' 
Petrarca. 
piace 
Quanto 
Und alles war verschneit. 
Qllis 
fallere 
solem 
possitl 
Ovid. 
Schweigen, Dulden und Lachen 
Hilft zu manchen Sachen. 
Quod non 
eStv 
opus 
aSSC 
carum est. 
Catn. 
Schweigen und denken 
Kann niemand kränken. 
Quo mihi fortunam, si non conceditur 
uti?  Horaz. 
Ü 
Schwer zu ertragen ist für eines Mannes 
Magen, 
Wenn seine Frau nie weifs, wieviel die 
Uhr geschlagen. 
der Tod 
tritt 
Rasch 
Menschen an, 
den 
Es ist ihm keine Frist gegeben; 
Es stürzt ihn mitten in der Bahn, 
Es reifst ihn fort vom vollen Leben. 
Bereitet oder nicht zu gehen, 
Er mufs vor seinem Richter stehen. 
Schiller. 
Seele des Menschen, 
Wie gleichst du dem Wasser; 
Schicksal des Menschen, 
Wie gleichst du dem Wind! 
Goethe. 
Rasch von hinnen 
flieht der Tag des 
Menschen, 
Eine kurze Spanne; dem vergeht er, 
Der geschwelgt in eitler Lust, wie jenem, 
Der entsagt. Der Tod erwartet alle. 
Platen. 
Seh" ich die Werke der Meister an, 
So seh' ich das, was sie gethan. 
Betracht" ich meine Siebensadhen, 
Seh" ich, was ich hätt" sollen machen. 
Gozthe. 
Seiner Zunge Meister werden, 
Hat des Guten viel auf Erden. 
.Rausch erzählt ; 
Kater verhehlt. 
S0 einer, der viel reden kann, 
Weifs, was er redet: wohl dem Mann! 
Freidank. 
Rechte Zeit und schlechte Zeit 
Geh'n vorüber alle beid'. 
Sich Selbst hat niemand ausgelernt. 
Goethe. 
Reich und 
arm 
warm. 
(Der 
ich 
Mach" 
S0 geht die Zeit 
Zur Ewigkeit. 
So manche Blume im Felde steht, 
So manches Leid mit Lieb' angeht. 
Ruhm und du, geflügelff Gold, 
Ich entsag, euch beiden; 
Wenn ihr selbst mich suchen wollt, 
Will ich euch nicht meiden. 
S0 soll ich leben, dafs ich hätte, wenn 
ich scheide, 
Gelebet mir zur Lust und andern nicht 
zu Leide.
        

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