Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-772171
346 
Dritter Abschnitt. 
Sprüche. 
Herz, 
Herz, 
mach deine Thore weit! 
dehne deine Kammer! 
jedem auf des Lebens Pfad 
Einen Freund zur Seite, 
Kernen 
zufriedenes 
Gemüte  
Herz, sei still! Wer weifs, was frommen 
mag! 
Heute hier und morgen gestern! 
Hin geht die Zeit, 
Her kommt der Tod; 
Drum, Mensch, thu Recht 
Und fürchte Gott! 
Hoffnung ins Geleite! ' 
flebel. 
Jeder sei, was er kann; dann ist er 
auch, was er sein soll. Goethe. 
 o 
Im Kopfe die Klarheit, 
Im Munde die Wahrheit, 
Im Herzen die Treue 
Und nimmermehr Reue! 
HoHe, Herz, nur mit Geduld! 
Endlich wirst du Blumen brechen. 
Immer fröhlich, weil man kann; 
Trauern kommt für sich schon an. 
Hoffe nicht, harre nicht, 
Frisch die Zeit beim Schopf gefafst! 
Suche nichts, was dir gebricht, 
Und genieße, was du hast! 
Immer sei zum Kampf bereit! 
Suche stets den wärmsten Streit! 
Schone des, der wehrlos fleht! 
Haue den, der widersteht! 
Hüetent iuwer zungen: 
daz zimt W01 dien jungen, 
stöz den rigel für die tür, 
Lä kein böse Wort dar für. 
Walther von der Wgelwezlie. 
Hüt dich, hüt dich vor Versandungi! 
Schefel. 
Hüte dich vor gezuckerten Zungen 
und gepfefferten Herzen! 
Ü 
Jäte in deinem Garten! 
ja singe nur; o lafs ein Lied 
Aufblühäi mit jedem Morgen neu 
Und sorge, dafs kein Tag verglüht, 
Der nicht zur Lust dir worden sei. 
 Oelbermcmn. 
Fr. L. Stolberg. 
Immer zu! Immer zu! 
Ohne Rast und ohne Ruh'l 
Goethe. 
In alle weg tue dein ere bewarenl 
In die Gläser und Krüge 
Guck zur Genüge, 
Aber nicht zu tief l 
In die Augen der Frauen 
Magst du wohl schauen, 
Aber nicht zu tief! 
Auch ein Lied magst du singen, 
Wenn's will gelingen, 
Aber nicht zu tief! 
In dulci jubilo, 
Nun singet und seid froh! 
Peter von Dresden 
Ich will die lauten Freuden nicht, 
Mein stilles Haus sei meine Welt] 
1440. 
Ich wünsch, dir Gutes und Liebes melf, 
Als Tropfen hat der Bodensee. 
 T 1441 
Ins Glück 
Dich schicke, 
Bevor es voll Tücke 
Sich wendet zurück!
        

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