Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-772084
Essen und Trinken. 
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Tages Arbeit, abends Gäste, 
Saure Wochen, frohe Feste. 
Goethe. 
Trink lustig den Wein, 
Der golden erglänzt, 
Bevor dir der Mann mit 
Den Becher kredenzt. 
der HiPPe 
Durst! 
den 
Töt du 
gröfster Feind. 
ist mein 
Der 
Trink, aber sauf nicht! 
Disputier" aber rauf nicht" 
Trink, mein liebes Brüderlein, 
S0 wird dich nimmer dürsten, 
Trink's gar aus! 
Trinke brav und fest; 
Erst die Blume, dann den Rest! 
Trink nicht in Hast, als sei's ein Spiel! 
Der Weise schiefst nicht übers Ziel; 
Trinke stets mit Mafs und Ziel 
Und trinke mit Verstand; 
Wenn das Gläslein wackeln will, 
S0 thu es aus der Hand! 
Er trinkt bedächtig  aber viel. 
Trinkst du Wasser in deinen Kragen 
Über Tisch, verkältst du den Magen. 
Trinke mäfsig alten, subtilen Wein, 
Rat' ich, und lafs das Wasser sein. 
Trink aus mit Freuden 
Und halte dich fein bescheiden. 
Trink und ess); 
Gott nicht vergefs! 
Blume 
Trink die 
R uhme  
zum 
Gambrinus 
Trinke nie ein Glas zu wenig, 
Denn kein PfaÜe oder König 
Kann von diesem Staatsverbrechen 
Deine Seele ledig sprechen. 
Homfeck. 
 3' 
Ubermafs 
Sprengt das 
Fafs. 
Und bin ich arm im Leben, 
So macht's mir keine Pein; 
Es wächst mein Gut an Reben 
Trink gut und rein; 
Zu viel lafs sein! 
Und heifst mich fröhlich sein. 
Trink' ich Bier, so werd' ich faul; 
Trink' ich Wasser, häng" ich's Maul; 
Trink' ich Wein, so werd" ich voll; 
Weil's nicht, was ich trinken soll. 
Und Höfse von St. Gotthards Höh' 
Als Rheinweinstrom der Rhein, 
Dann möchf ich wohl der Bodensee, 
Doch ohne Boden sein. 
Trink' ich Wein, so Verderb" ich; 
Trink" ich Wasser, so sterb" ich; 
Doch ist besser, YVein getrunken und 
verdorben, 
Denn Wasser und gestorben. 
Und prasselt der Regen nieder 
Und rauschen die Wasser umher: 
Ich sitze im Trocknen und trinke 
Erst einen und dann noch mehr. 
Unser Herrgott 
Kostgän ger. 
allerlei 
hat 
Trink ihn aus, den Trank der Labe, 
Und vergifs den grofsen Schmerz! 
Wundervoll ist Bacchus' Gabe, 
    
Schiller. 
und über neun 
Unter drei 
Sollen 
Gäste 
keine 
seiß 
3 
Viel besser krähet jeder Hahn. 
Wenn er die Kehle feuchtet an. 
Meye r , Liebhaberkünste.
        

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