Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-771965
L1ebe. 
glaubt: 
wer an Liebe 
Selig 1 
S01lt' ich ein' andre werben, 
Viel lieber w0llt' ich sterben. 
Sonnenschein nach Sturrnestosen: 
Auf der Heide blühen Rosen. 
Liebesgliick auf Liebesleide: 
Rosen blühen auf der Heide. 
Soviel Vögel, als da. Riegen, 
Als da hin und wieder fliegen: 
Sovielmal sei du gegrüfst! 
Soviel Vöglein singen im Walde, 
Soviel Blümlein blüh'n an der Halde, 
Soviel Bächlein meerwärts sich lenken, 
S0 oft will ich deiner gedenken. 
Swig, du Thor, du tobest mich; 
Wenne die Sonne gat hinter sich, 
Will ich erhören din. 
Ü 
Treu und herzinniglich, 
Tausendmal grüfs ich dich! 
 3 
Uber Berg und tiefe Thale, 
Mit den Wolken, mit dem Wind, 
Täglich, stündlich, tausendmale 
Grüss" ich dich, geliebtes Kind. 
Und bist du dort und ich bin hier, 
Mein Herz ist alle Zeit bei dir, 
Ob Berg und Thal uns scheiden. 
Und stille Wasser 
Die haben keinen Grund; 
Lafs ab von der Liebe, 
Sie ist dir nicht gesund! 
Und wer da meint, du liebst mich nicht, 
Der kennt dich nicht. 
3 
Vergifs mein nicht in Treuen, 
Wie ich mich des versieh"; 
Es wird dich nicht gereuen. 
? 
 as geht die Afrikaner 
Die Lieb' am Rheine an? 
Wehe dem, der zu sterben geht und 
keinem Liebe geschenkt hat. 
Riickert. 
Weil uns des Lebens Sonne noch scheint, 
Wollen wir leben, liebend vereint. 
Wenn der Morgen früht 
Und die Primel blüht: 
Lenzesfreud' l 
Wenn die Quelle sprüht 
Und die Rose glüht: 
Sommerszeit ! 
Wenn die Blätter wehn 
Und im Staub vergeh'n: 
Wintersruh' ! 
Dafs dich Gott behüt"! 
Wann trägst Knosp' und Blüt', 
Minne, du? Eschstruth. 
Wenn du eine Rose schaust, 
Sag, ich lass' sie grüfsen! 
fkzhe. 
Wenn du glaubst, ich lieb, dich nicht, 
Und treib' mit dir nur Scherz, 
So zünde ein Laternlein an 
Und leuchte mir ins Herz. 
Wenn ich dich lieb habe, was geht's 
dich an? 
Und wär" mein Lieb ein Brünnlein kalt, 
Und spräng aus einem Stein, 
Und wär, ich dann der grüne Wald, 
Mein Trauern, das wär" klein. 
Wenn Lieb' bei Lieb" ist, 
So weifs Lieb' nicht, was Lieb' ist; 
Wenn aber Lieb" von Lieb' kommen ist, 
So weifs erst Lieb', wasLieb' gewesen ist.
        

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