Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-771740
Die 
orientalische 
Malerei. 
303 
Von einem künstlerischen Schwung und Stil kann bei der 
orientalischen Malerei kaum die Rede sein. Die Darstellungen 
werden fast immer nicht nur etwas Süfsliches und Gelecktes, 
sondern auch etwas unnatürlich Steifes an sich tragen. Es soll 
denjenigen, die eine Vorliebe für diese Arbeit haben, die Freude 
daran keineswegs verdorben werden; anderseits aber sollen diese 
Zeilen auch niemand anspornen, sich auf dem wenig dankbaren Ge- 
biete zu versuchen. Jedenfalls sind der Kerbschnitt und ähnliche 
Arbeiten, die auch nicht schwieriger sind, viel fruchtbarer und 
zweckmäßiger. 
Zur etwaigen Darstellung eignen sich, wie bereits erwähnt, 
vornehmlich Fruchtstücke. Ob für die Arbeit unmittelbar be- 
stimmte Vorlagen vorhanden sind, ist dem Verfasser nicht bekannt 
geworden; zweifellos aber gibt es unter den modernen Farben- 
druckvorlagen auch solche, die sich zur Wiedergabe in orienta- 
lischer Malerei ganz wohl eignen. 
Diese Arbeit ist hinter der Spritzarbeit und nicht Weiter vorn 
bei den verschiedenen Malarbeiten eingereiht worden, weil die 
Beschäftigung mehr mechanisch als künstlerisch ist und von einer 
eigentlichen Malerei trotz des vielsagenden Namens wenig dabei 
vorkommt.
        

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