Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-771698
Fig' 
2I7- 
Spritzarbeiten. 
für 
Einfassung 
Spritzarbeiten. 
Die Spritzarbeit erfreut sich einer gewissen Beliebtheit, ob- 
gleich der künstlerische Wert und die Wirkung derselben nicht 
von besonderer Bedeutung sind. Immerhin aber mag derselben 
hier Erwähnung geschehen. 
Das Wesen dieser Verzierungsmethode besteht darin, dafs 
man geeignete Pflanzenteile, nachdem sie geprefst worden sind, 
auf die zu verzierende Unterlage befestigt und das Ganze mit 
Farbe bespritzt, so dafs nach dem Wegnehmender aufgelegten 
Pflanzen helle Umrifsbilder auf dunklem Grunde verbleiben. 
Die Spritzarbeit wird ausgeführt auf hellem Holze, auf Karton, 
Seide, Samt etc.  
Bei Verwendung von Karton, Papier oder textilen Stoffen 
sind diese Unterlagen auf einem Brette glatt aufzuspannen. Bei 
Verwendung von Holz erfährt dieses eine vorbereitende Behand- 
lung, wie dies im Kapitel über Holzmalerei angegeben ist, d. h. 
es wird geglättet, abgeschliffen etc., wenn es nicht schon so ist. 
Die Wahl der aufzubringenden Pflanzenteile ist eine sehr 
beschränkte. Es kommen fast nur in Betracht kleinere Blätter 
mit" zierlichem Umrifs, die mehrfach geteilten und gefiederten 
Wedel der Farne, die Blätter der Doldenblütler, Fingerkräuter, 
Hahnenfufsarten, Mimosen, zierliche Zweige kleinblättriger Sträucher, 
einige sternblättrige Pflanzen, Gräser und niedliche Schling- 
gewachse. Wie diese Ptlanzenteile getrocknet und geprefst 
werden, ist dem Kapitel „Geprefste Pflanzen" zu entnehmen, 
so dafs von einer weitern Beschreibung hier abgesehen werden 
kann. 
Die Ptlanzenteile werden auf der Unterlage so zurechtge- 
legt, dal's eine hübsche Zusammenstellung entsteht, und hierauf
        

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