Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-771627
Pflanzen. 
Getrocknete 
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distel mit ihren grofsen Blütenköpfen. Allgemein ausgedrückt, 
läfst sich all dasjenige verwerten, was in der Natur nach dem 
Absterben noch gut und hübsch auszusehen pflegt. 
 Auch viele Blumen können an der Luft oder an der Sonne 
getrocknet werden. Besonders namhaft gemacht seien hier die- 
jenigen folgender Pflanzen: 
Acroclinium, Hängekopf, 
Althaea, Eibisch, Malve, Stockrose, 
 Ammobium, Sand-Immortelle, 
Antennaria, Katzenpfötchen, 
Aster, Aster, 
Gomphrena, Kugelamarant, 
Gypsophila, Gipskraut, 
Helichrysum, Strohblume, 
Helipterum, Sonnenflügel, 
Paeonia, Pfundrose, Pfingstrose, Gichtrose. 
Punica, Granatbaum, 
Rhodanthe, Rosenblume, 
Solidago, Goldrute, 
Statice, Statice, 
Waitzia, Waitzie, 
Xeranthemum, Papierblume, Trockenblume. 
Aufser diesen Gartenblumen bietet Mutter Natur auf Feld 
und Wiese, in Wald und Gebüsch einen reizenden Blütenüor 
der mannigfachsten und dankbarsten Art. Wo anfangen und wo 
aufhören, wenn das alles sollte genannt werden! 
Was sich an der Luft nicht trocknen läfst, das trocknet man 
in Sand oder Sägmehl. Das Verfahren ist folgendes: In einen 
eisernen oder irdenen Topf schüttet man eine Lage reinen, aus- 
geschlemmten Quarzsandes, legt die Pflanzen hinein, füllt mit 
einem Trichter behutsam weiter mit Sand auf, bis alles zugedeckt 
ist oder nur die Stiele noch aus dem Sand hervorragen. Das 
Gefäfs stellt man auf den Ofen und läfst bei nicht allzugrofser 
Hitze die Pilanzen trocknen. Die hiezu nötige Zeit richtet sich 
nach Art und Gröfse der Pflanzen sowie nach dem Wärmegrad. 
Man probiert die nötige Zeit am besten selbst aus. Nach völligem 
Trocknen schüttet man den Sand behutsam ab und nimmt die 
Pflanzen heraus. Sie sind zunächst sehr zerbrechlich, verlieren 
aber diese Eigenschaft, wenn sie eine Zeitlang in feuchter Luft, 
z. B. im Keller, gelegen haben. Man reinigt die Pflanzen von 
dem hängen gebliebenen Sand mit einem weichhaarigen Pinsel. 
Man kann zum genannten Zwecke auch nach Wunsch be- 
sonders geeignete Kasten oder Büchsen aus Schwarzblech zu- 
sammennieten lassen. Den etwaigen Deckel kann man als Sieb 
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