Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-771438
Fig 
202. 
-Eisen- 
Motiv für die Klein- 
 Arbeit. 
Die 
Klein-Eisen-Arbeit. 
Wer in Italien gereist ist, dem sind gewifs in Rorn, in 
Venedig und anderorts die zierlichen schwarzen Eisenarbeiten 
aufgefallen, die für wenig Geld in der Gestalt von Ampeln, 
Laternen und dergleichen zum Verkauf gebracht werden. Neuer- 
dings sind diese Gegenstände auch bei uns häufiger, seit sich 
Gautsch in München und andere mit der Fertigung und dem 
Verschleifs derselben befassen. 
Das Gebiet ist bis jetzt wohl kaum in die Reihe der Dilet- 
tantenkünste aufgenommen. Der Verfasser möchte mit diesen 
Zeilen jedoch dazu anregen, da das Material billig, das Werk- 
zeug einfach und die Arbeit selbst nicht so schwierig ist als 
manch anderes, was von Dilettantenhänden geübt wird. Dabei 
können die fertigen Gegenstände einen sehr guten Effekt geben 
und vor allem haben sie vorläufig den Reiz der Neuheit. 
Das Material ist in Streifen geschnittenes Schwarzblech, 
also Bandeisen im kleinen. Bei einer Dicke von I]; mm ist die 
zweckmäfsigste Breite 5 mm. Diese Blechstreifen liefern 
Hammer 8c Helbling in Karlsruhe in einer Länge von 35 cm 
das Kilo zu 2 M. 30 Pfg. 
Als Werkzeug sind nötig eine kleine Richtplatte oder 
ein kleiner Ambofs, ein kleiner Hammer, eine kleine Blech- 
schere, eine Flachzange (mit prismatischen Backen von 
5 mm Breite), eine Biegzange (mit kegelförmigen oder noch 
besser mit cylindrischen Backen), eine Flachfeile, ein Feil- 
kloben und ein kleiner Schraubstock, der auch gleichzeitig 
Ambofs sein kann. Diese Werkzeuge sind in Figur 203 abge- 
bildet. Die letztern beiden können schliefslich entbehrt werden.
        

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