Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-771401
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Fig. 200. Ornament, entworfen von Prof. A. Ortwvcin. 
Die 
Elfenbeinätzung. 
Auch das Elfenbein, und in ähnlicher Weise Bein und 
Knochen lassen sich vermittelst des Ätzverfahrens künstlerisch 
verschönern. Es kommt vornehmlich die Tiefätzung in Betracht. 
Die Gegenstände müssen glatt geschliffen oder poliert und 
völlig rein sein. 
Als Decklack dient der gewöhnliche, also am besten flüssig 
gemachter Ätzgrund. 
Die Ornamente werden mit stumpfer Nadel einradiert. 
Als Ätzflüssigkeit dienen 
entweder: die auch für die Metallätzung empfohlene Eisen- 
chloridlösung (etwa 4oprozentig). Dieselbe ätzt gut und 
sicher, färbt die geätzten Stellen jedoch nicht dunkel. 
oder: Höllensteinlösung (r Teil salpetersaures Silber, gelöst 
in 5 Teilen destillierten Wassers). Das salpetersaure Silber 
färbt die geätzte Partie unter Einwirkung des Lichtes schwarz; 
oder: Lösung von übermangansaurem Kali in Wasser (1 Teil 
übermangans. Kali auf 16 Teile destillierten Wassers). Das 
übermangansaure Kali färbt die geätzten Teile braun. 
In allen drei Fällen hat die Ätzung längere Zeit (1 Stunde 
und mehr) anzuhalten. Nach dem Abschütten der Ätzflüssigkeit 
wird gründlich mit Wasser abgespült, der Decklack in der be- 
kannten Weise entfernt u. s. w. Eine nachherige weitere Be- 
handlungsweise ist hier kaum nötig, da die geätzten Teile sich 
wohl abheben, wenigstens wenn mit Höllensteinlösung oder 
übermangansaurem Kali geätzt wird. 
Die in Betracht kommenden Gegenstände haben dem Mate- 
rial entsprechend geringe Dimensionen, wonach auch die Wahl 
der Ornamentik sich zu richten hat. Monogramme, Chiffern, 
Wappen und ähnliche kleinere Verzierungen werden den Haupt- 
stolT bilden. Geeignete Dinge zur Verzierung sind folgende:
        

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