Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-771343
Ätzen 
Das 
der Metalle. 
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silbern, Vernickeln, Platinieren, Verkupfern, Vermessingen, 
Verstählen, Verzinnen, Bronzieren und Färben der verschie- 
densten Metalle. Stuttgart, Rieger. 4. Auflage. 288 S. 80. 
Dr. Elsner, Die Metalle, deren Bearbeitung, Ätzen, Beizen, 
Brünieren, Lote, Bronzen, Legierungen etc. in 1500 Vor- 
schritten und Rezepten. Halle, Knapp. 212 S. 80. 
Neuerdings ist ein Fabrikat, Zapon genannt, in den Handel 
gebracht. Werden Metallgegenstände, die völlig von Fett und 
Oxyd befreit sind, in diese Flüssigkeit getaucht, und in der 
Wärme mit Vermeidung von Zugluft getrocknet, so bildet der 
dünne, dem Auge gar nicht wahrnehmbare Überzug ein gutes 
Schutzmittel gegen die Einflüsse von Luft und Feuchtigkeit. 
Ein vorzügliches Mittel in Bezug auf Schutz und Aussehen 
ist es, die geätzten Gegenstände vergolden oder verplatinieren 
zu lassen. Auch das Verkobalten und Vernickeln em- 
pfehlen sich. 
Hochätzungen können in den tiefen Stellen auch mit Blatt- 
gold vergoldet werden. Man übermalt die zu vergoldenden 
Stellen, also den Grund mit Bernsteinfirnis, läfst denselben 
trocknen, bis er kaum noch klebt, legt das Blattgold auf und 
verfahrt wie in Abschnitt l, Artikel "Blattgold" angegeben ist. 
Nach dem Vergolden wird der Gegenstand ordentlich erwärmt, 
damit das Gold besser haftet. 
Als geeignete Gegenstände für die Ätzversuche des Dilettanten 
erscheinen folgende: 
Metallbleche, bestimmt, nach der Ätzung eingerahmt und an 
die Wand gehängt zu werden; 
Metallbleche, bestimmt, nach der Verzierung als Füllungen für 
Kassetten zu dienen (für die erstern eignet sich hauptsächlich 
die Tiefätzung, für letztere die Hochätzung); 
Untersatzteller für Lampen, Töpfe und Vasen etc. (Hochätzung); 
Schalen und Teller als Wandschmuck. Man kauft sie fertig 
als glatte Teller oder läfst kreisrunde Platten nachträglich 
mit einem gedrückten Rand versehen; 
Runde quadratische oder vieleckige Platten, als Einsatz 
für kleine Tische (Tischplatten); 
Spielteller, Aschenbecherschalen etc.; 
Kleine Platten für Briefbeschwerer und Tintenlöscher, 
nachträglich in der üblichen Weise auszustatten; 
Schilde und Kartuschen für Nippuhren, Thermometer etc.; 
Papiermesser, auf der Klinge zu ätzen; 
Beschläge, Schlüsselschilder etc.;
        

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