Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-771224
Das 
Ätzen 
der Metalle. 
251 
zeigt eine Hochätzung; Fig. x91 eine Tiefätzung. Auf alten 
Waffen und Rüstungen finden sich beide Arten, hauptsächlich 
aber die Hochätzung. Von den Tiefätzungen lassen sich Abzüge 
auf Papier nach Art des Kupferstiches machen; Albr-echt Dürer, 
Hans Burgkmair, Jost Amman und andere Künstler der Renais- 
sance haben sich bei ihren Arbeiten zum Teil dieses Verfahrens 
bedient. 
Die Vorbereitung des Metalles an sich ist für beide Ätz- 
verfahren die gleiche. Das zu verwendende Metall mufs auf der 
zu ätzenden Fläche eben und glatt poliert sein. Das Abschleifen 
geschieht mit einem Stück Birnsstein, das Polieren mit Tripel oder 
einem andern Putzmittel und einem mit Hirschleder überzogenen 
Fig' 
191. 
Ornament für Tieiätzung. 
Holzstab. Die Arbeit ist mühselig, weshalb es geraten ist, die 
Dinge schon blank zu beschaffen. 
Das Metall darf ferner keine Fettspuren aufweisen, die meist 
von der Berührung mit den Fingern herrühren. Die metallische 
Oberfläche kann als rein gelten, wenn aufgebrachtes Wasser an 
allen Stellen gleichmäßig haftet. Andernfalls hat eine Reinigung 
einzutreten. Die Gegenstände werden zu diesem Zwecke erwärmt 
und mittelst geschlemmter Kreide (oder geschlemmten Schwer- 
spates) und verdünnter Kalilauge geputzt, sauber abgespült und 
getrocknet. Verdünnte Schwefelsäure dient zur Entfernung etwaiger 
Oxydschichten. (Man gzkfst die Srlzwqfelrzfure in das Wasrer, aber 
nie umgekelzri.) Vielfach wird auch ein gründliches Reinigen in
        

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