Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-771207
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Fig. 189. Entworfen von Prof. A. Ortwein. 
Das 
Ätzen 
der 
Metalle. 
Das Ätzen der Metalle kann zu verschiedenartigen Zwecken 
erfolgen, zur Herstellung von Druckplatten für Zinkographie und 
Autotypie, für die Deckelpressungen der Buchbinder u. s. W., dann 
aber auch zur Ausschmückung kunstgewerblicher Gegenstände. Blofs 
der letztere Zweck fällt in den Rahmen des vorliegenden Handbuches. 
Welch reizende Wirkungen die Verzierung mittelst Metall- 
ätzung ermöglicht, das zeigen zur Genüge die Rüstungen und 
Waffen der Renaissancezeit und allerlei anderes Gerät der Museen 
und fürstlichen Schatzkammern. Diese Dinge können uns auch 
gleichzeitig darüber belehren, welche Art der Ornamentik der 
Ätztechnik sich am besten anpafst und gewissermafsen einen eigen- 
artigen "Ätzstil" bildet. Eine gewisse Derbheit und Breite sind 
diesem Stile von Haus aus eigen. Darnach richte man sich bei 
etwaigen eigenen Entwürfen, wenn man über den Erfolg nicht 
enttäuscht__ sein will. Es gibt der guten Vorbilder ja so viele. 
Die Atzung kann auf allen möglichen Metallen, Legierungen 
und Metallkompositionen erfolgen; in kunstgewerblicher Hinsicht 
kommen, soweit es sich um Dilettantenarbeiten handelt, haupt- 
sächlich in Betracht das Zink, das Kupfer, das Messing, das 
Neusilber, das Eisen und das Zinn. 
Das Prinzip des Ätzens ist folgendes: Gewisse Stellen__ der 
metallischen Oberfläche werden durch einen Deck- oder Atz- 
grund geschützt, die übrigbleibenden Stellen werden durch Ätz- 
mittel, Ätzflüssigkeiten angeätzt, d. h. matt gemacht oder 
tiefer gelegt. 
Die Uranfänge des Metallätzens gehen bis in das Mittelalter 
zurück; seitdem hat die Ätztechnik vielfache Wandlungen er- 
fahren und hauptsächlich durch die neuzeitige Wissenschaft, be- 
sonders die Chemie, ist die Zahl der verschiedenen Methoden 
und Prozesse aufserordentlich bereichert worden. Da diese
        

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