Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-770823
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Deckel 
Geschnitzter 
eines 
Kästchens. 
Der 
Kerbschnitt. 
Die Verzierung von Holzflächen vermittelst des Kerbschnittes 
ist eine uralte Gepflogenheit. Sie gehört zu den wenigen Künsten, 
mit denen die Völker schon auf der niedersten Stufe der Kultur 
ihre Geräte zu schmücken pflegen, wie dies unsere ethnographischen, 
Sammlungen zeigen; Vielerorts, so im Norden Europas, hat sich 
aus altersgrauen Zeiten her die Technik als Hausindustrie bis auf 
den heutigen Tag fortgesetzt. In den Grundzügen gleich, ändert 
sich das Verfahren und ändert sich auch die Dekorationsweise in 
Bezug auf die Einzelheiten in den verschiedenen Gebieten. Mit 
einfachen Mitteln, oft mit einem einzigen Messer werden in die 
glatte Holztläche verschieden gestaltete Vertiefungen, die Kerben, 
eingeschnitten und zu einem geometrischen Muster zusammen- 
gestellt. Das Prinzip des Kerbschnittes ist demnach: Flächen- 
Verzierung auf geometrischer Grundlage durch Tiefer- 
legen einzelner Teile. Die Form der einzelnen Kerben be- 
schränkt sich auf wenige Arten, aber durch entsprechende Reihung 
und Abwechselung lassen sich ungezählte Muster zusammenstellen, 
sei es in der Form von gemusterten Gründen (endloses Flächen- 
ornament), von Streifen und Bordüren (Bänder) oder von Ro- 
setten, Dreiecken, Quadraten, Zwickeln etc. (Füllungen). Werden 
diese verzierten Elemente in richtigen Wechsel und Gegensatz 
gestellt, durch'glatt bleibende geometrische Trennungen abgeteilt 
und auseinandergehalten; kommen ferner noch aufgerauhte und 
gepunzte Flächen und ein markiger, gelungener Umrifs des Ganzen 
hinzu, so lassen sich bei aller Einfachheit ganz herrliche Wirkungen 
erzielen. Was wir in dieser Beziehung auf Grund stilistischer 
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