Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-770767
Die 
Einlegearbeit 
(Intarsia). 
205 
spanntes ebenes Brett legt und die Einzelteile in der entsprechen- 
den Abwechselung der Hölzer, vom Rande aus beginnend, der 
Reihe nach einlegt, bis das Ganze schliefslich geschlossen ist. 
Hernach wird die obere Seite mit einem mit starkem Leim be- 
strichenen Papier überklebt, ein Tuch oder einige Bogen Papier 
aufgelegt und die Arbeit einige Stunden lang beschwert oder 
geprefst. 
Die auf diese Weise in festen Zusammenhang gebrachte 
Arbeit ist nun auf der nicht beklebten Seite in den Sägefugen 
auszukitten. Hiezu dient dicker Leim, den man mit Kienrufs 
Fig' 
156. 
Eingelegte 
Tischplatte, 
Verfasser. 
VOIII 
oder mit feinstem Sägemehl mengt und mit einer erwärmten 
Metallspachtel in die Fugen eindrückt. Der überüüssige Leirnkitt 
wird abgerieben und das Ganze getrocknet. 
Nun erübrigt noch, die Intarsia auf das Blindholz aufzuleimen, 
die obere Seite von Papier u. s. w. zu reinigen, eventuell noch 
einmal auszukitten, abzureiben, abzuschleifen, zu wachsen oder zu 
polieren. Dieser Teil der Arbeit wird wohl in den meisten 
Fällen am besten einem geschickten Schreiner überlassen werden. 
Der eigentliche künstlerische Teil der Arbeit liegt ja nicht in 
dieser Fertigstellung, so sehr sie auch die endgiltige gute Wir- 
kung bedingt.
        

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