Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-770685
Die Laubsägearbeit. 
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Laubsägebogen aus Holz oder Stahl, in welchen das Sägeblatt 
eingespannt wird. (Fig. 145.) 
Die Sägeblätter sind in verschiedenen Stärken käuflich; 
die gebräuchlichsten Nummern sind oo bis 6. Sie sind für Holz 
und Metall verschieden. Der Querschnitt ist ungefähr quadra- 
tisch, die Zahnung einfach oder doppelt. Man verwende nur das 
beste Material, weil es trotz des höhren Preises das billigste ist. 
Zum Bogen gehört ein Sägebrett mit Schraubzwinge zum 
Befestigen am Arbeitstisch. (Fig. E46.) 
Bogen und Sägebrett fallen fort, wenn an ihrer Stelle eine 
Sägernaschine benützt wird. Dieselbe hat das Aussehen einer 
Nähmaschine und wird wie diese mit den Füfsen in Bewegung 
gesetzt, wobei beide Hände für die Drehung des Arbeitsstückes 
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Fig- 
148. 
Marburg. 
der Sammlung hessischer Altertümer zu 
Aus 
frei bleiben. Für eine rationelle Sägerei wird diese Maschine 
aus verschiedenen Gründen von gröfstem Vorteil; der Preis bewegt 
sich je nach Konstruktion, Ausstattung und Zuthaten zwischen 50 
und 120 M. Weitaus billiger sind die Maschinen mit Hand- 
betrieb, bei deren Verwendung aber wie beim gewöhnlichen 
Bogen nur die eine Hand für das Arbeitsstück frei bleibt. 
Ein kleiner Drillbohrer (Fig. 147) dient zum Bohren der 
Löcher, die zur Einführung des Sägeblattes da nötig werden, wo 
geschlossene Figuren auszusägen sind. Für weiche, dünne Hölzer 
genügt hiezu eine gewöhnliche Ahle. 
Aufserdem kommen für die gewöhnliche Arbeit in Betracht 
eine Ziehklinge (ein rechteckiges Stahlblech zum Abziehen des 
Holzes), verschiedene Feilen und Raspeln zum Nacharbeiten 
und einige andere allgemein bekannte und vorhandene Geräte 
und Werkzeuge, wie Hämmer, Zangen u. s. w.
        

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