Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-770595
188 
Zweiter Abschnitt. 
verschiedenen 
Die 
Liebhaberkünste. 
Will man Tischplatten und ähnliche Dinge aus Glas_ auf der 
Rückseite bemalen, so empfiehlt sich weit eher folgendes Vor- 
gehen: Man wähle eine Ornamentation im Stile der Flachmalerei, 
wie sie etwa die Intarsien- oder Holzeinlege-Arbeiten der Re- 
naissance und die Niel1o- und Tauschier-Arbeiten derselben Zeit 
und des Orients aufweisen. Das Ornament male man mit Reich- 
gold oder mit Silberbronze oder abwechselnd mit beiden oder 
unter Beiziehung noch weiterer Bronzetöne auf (mit Wasser oder 
Medium) und übergiefse das Ganze mit schwarzem Spirituslack. 
Die Wirkung kommt dann einer Tauschierung in grofsem Mafs- 
stabe ähnlich, die hinter einer Glasscheibe sitzt. 
Ein ähnliches, unter Umständen einfacheres Verfahren ist je- 
doch schon im Artikel über die Rauchbilder angeführt. Selbst- 
redend kann__man statt oder neben den Bronzen auch zu Gouache- 
farben oder Olfarben greifen und statt oder neben dem schwarzen 
Decklack kann man auch farbige deckende Lacke verwenden. Im 
letztern Fall kann man den Lack nicht aufgiefsen (wenn mehrere 
nebeneinander verwendet werden), sondern mufs denselben vor- 
sichtig aufmalen. Unter allen Umständen aber empfiehlt sich, 
bei der ornamentalen Flachmalerei zu bleiben. 
Entsprechende Vorbilder finden sich u. a. bei Kolb und 
Högg, bei W. Behrens (vergl. das Vorlagenverzeichnis der 
Einleitung zu Abschnitt II, Seite 1 I8) und überall da, wo Intarsien, 
Niellos und Tausien dargestellt sind. 
Zur Anwendung empfehlen sich: 
Tischplatten, Schrifttafeln, Untersetzer, in Holzrahmen 
oder Metallrahmen zu fassen u. s. W. u. s. w.
        

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