Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-770443
Die 
Maj olikamalerei. 
173 
Farben anders aussehen als die eingebrannten, so ist es für den 
Anfänger unbedingt nötig, Probetafeln zum Vergleich anzufertigen. 
Dies geschieht in der Weise, wie es im Artikel ))Porzellanmalerei4( 
bereits angegeben ist. Die einzelnen Felder können zweckmäfsig 
durch dunkle Striche getrennt werden. Für diese empfiehlt sich 
Braun 109, Welches matt bleibt, die Farben gut trennt und das 
Ineinauderlaufen verhindert.  
Mit demselben Braun werden auch in der Malerei die 
Umrisse gezogen, nachdem sie durch Aufzeichnen mit Bleistift 
oder durch Uberpausen festgestellt sind. Die Malerei selbst wird 
mit langhaarigen Pinseln ausgeführt. 
Fig- 
126. 
türkischem 
Teller 
von Parvilläe 
Stil 
Paris. 
Die Reinigung derselben geschieht mit Terpentinöl und Seife. 
Auch hier kommen gerade und schräg abgeschnittene Stupfer für 
das Ausgleichen der Töne und Schlepper zum Ziehen von Ein- 
fassungslinien in Betracht. Ebenso Radiernadeln und Schaber zum 
Wegnehmen einzelner Farbpartien. Gröfstmögliche Reinlich- 
keit und Schutz vorStaub sind auch hier Grundbedingung. 
In Bezug auf die technischen Einzelheiten; hauptsächlich auf 
das Verhalten und die Behandlung der einzelnen Farben sowie 
auf das Allgemeine der Majolikamalerei sei hier auf ein unmittelbar 
für Dilettanten zum Selbstunterricht geschriebenes Buch aufmerk- 
sam gemacht: 
Sophie Louise Schlieder, Die Majolikamalerei. 32 Seiten 
mit illustrierten Tafeln. Berlin, Paul Bette.
        

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