Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-770420
Majolikamalerei. 
Die 
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Das Werkzeug ist dem der Porzellanmalerei so ähnlich, dal's 
eine nochmalige Anführung unterbleiben kann. 
Die Malerei kann als Aquarellmalerei (Bindemittel: Zucker 
oder Gummi) oder als Ölmalerei geschlehen. Für den Dilettanten 
empfiehlt sich vornehmlich die letztere Art. 
Die Farben sind sowohl mit Öl gerieben in Tuben oder 
Fläschchen sowie in Pulverform käuflich. Will man dieselben 
in letzterer Form selbst zurichten, so werden die Pulver mit 
Terpentinöl auf das feinste angerieben, wobei eben wieder die 
mattgeschliifene Glasplatte und der zugehörige Läufer oder Reiber 
benützt werden. Die geriebenen Farben werden mit Lavendelöl 
und venetianischem Terpentin zu einem gleichmäßigen Brei ge- 
mengt und in die betreffenden Vertiefungen der Palette einge- 
bracht. Die Farben verhalten sich in Bezug auf die Zusätze nicht 
alle gleichmäßig; die einen erfordern mehr, die andern weniger 
uVll  
5 
Fig- 
124- 
Gefäfs zum Auftragen von Majolikafarben. 
Fett. Der venetianische Terpentin ist hier an die Stelle des 
Dicköls getreten. Demnach sind die Malmittel Terpentinöl, 
Lavendelöl und venetianischerTerpentin. Deren Wirkungen 
sind bereits im vorhergehenden Artikel erwähnt. 
Aus der grofsen Zahl der zur Verfügung stehenden Farben 
sind wiederum verhältnismäßig wenige nötig, mit denen sich alles 
machen läfst. Die nachfolgende Auswahl bezieht sich auf die 
Fabrikate der Firma Oest, Witwe, in Berlin. Die Zusammen- 
stellung wird von der Majolikamalerin Schlieder vorgeschlagen: 
Aufsatzweifs 14, 
Hellgelb 3 1 a, 
Gelb 32, 
Dunkelgelb 36a, 
Braun 109, 
Braun 8, 
Braun 106, 
Lila 70, 
Rot I, 
Rot 4, 
Violett 19, 
Grün 47, 
Grün 54, 
Grün 68,
        

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