Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-770416
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Fig- 
123- 
F riesmotiv. 
Die 
Majolikamalerei. 
Majolika ist lrdenware mit durchsichtiger Bleiglasur. Die 
Verzierung sitzt nicht auf, sondern unter der Glasur. Die Be- 
malung mit den entsprechenden Farben (durch Metalloxyde ge- 
färbte Flüsse) geschieht auf den schon einmal gebrannten un- 
glasierten Scherben. Das Ganze wird mit der durchsichtigen 
Bleiglasur überfangen. 
Die Mezza-Majolika unterscheidet sich von der gewöhn- 
lichen dadurch, dafs der rohe Scherben vor der Bemalung mit 
einem hellfarbigen Grund (Engobe) überzogen wird. Das ge- 
wöhnliche Bauerngeschirr ist auch Majolika. Die Farben werden 
in diesem Fall nicht mit dem Pinsel, sondern mit einem Gefäfs 
aufgetragen, welches trichterförmig in einen Federkiel zuläuft. 
(Fig. 124.) Die Kachelöfen mit durchsichtiger Glasur sind auch 
Majolika. 
Als Majolika im engern Sinne bezeichnet man die vermittelst 
Bemalung mit dem Pinsel verzierte Ware. Von besonderer Be- 
deutung sind die italienischen Majoliken der Renaissance. Pesaro, 
Chaifagiolo, Faenza, Gubbio, Siena und Urbino sind alte Herde 
dieser Industrie. Ginori in Doccia bei Florenz bildet heute die 
alten Majoliken nach. 
Die Majolikamalerei ist neuerdings in die Dilettantenkünste 
eingereiht worden mit nicht geringerem Rechte als die Porzellan- 
und Fayencemalerei. Der Dilettantenhand fällt das Bemalen zu, 
das Fertigstellen und Einbrennen bleibt den Geschäften überlassen, 
die sich damit befassen. 
Das Rohmaterial, der unverzierte Scherben, ist verschiedener- 
orts käuflich, so bei Oest, Witwe, 8c Co. in Berlin, M. Drews 
ebendort u. s. w. 
Es erscheint auch hier geboten, die nötigen Weisungen 
in Bezug auf das Material da zu holen, wo die bemalten 
Sachen eingebrannt werden.
        

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