Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768746
Zur Einleitung. 
der Liebhaberkünste", was wohl auf das nämliche hinausläuft. 
Das Buch will nicht etwa die Kunst lehren; das kann man mit 
Büchern kaum, und wenn man es kann, so wäre dieser Weg 
jedenfalls der umständlichste. Es setzt das nötige Stück ange- 
borenen Talentes und durch die Erziehung gewonnenen künst- 
lerischen Empfindens voraus. Es will nicht einmal die Hand- 
fertigkeiten des Zeichnens und Malens lehren, denn diese lernen 
Sich in einer ordentlichen Schule und an der Hand eines ent- 
sprechenden Lehrers ebenfalls viel leichter, als es an der Hand 
eines Buches möglich wäre. Das Handbuch setzt also im all- 
gemeinen auch eine gewisse Geläufigkeit im Zeichnen und im 
Malen voraus. Vielleicht fragt nun die geneigte Leserin oder 
der geneigte Leser: Ja, was will denn das Buch eigentlich? 
Es will zeigen, wie man die Kenntnisse des Zeichnens und 
Malens praktisch verwerten kann in Anwendung auf allerlei 
Techniken, vermittelst deren man die mannigfachsten Gegenstände 
seines Heims, das Gerät und den Zierat der Wohnung zu 
schmücken und künstlerisch anzuhauchen vermag. Es will auf- 
merksam machen auf jene kleinen Kniffe und Praktiken, auf 
die man schließlich selber verfällt, die man aber leichter findet, 
wenn man sie nicht erst zu suchen braucht. Es soll die nötigen 
lWinke geben in Bezug auf die Werkzeuge und das Material. 
Es soll verschiedene Rezepte anführen zu Dingen, die man be- 
quem und billig selber anfertigen kann, wenn man nicht vor- 
zieht, sie zu kaufen. Das Buch wird ferner eine Anzahl von 
Illustrationen aufnehmen, welche teils zur Erläuterung und 
bessern Veranschaulichung des geschriebenen Wortes bestimmt 
sind, teils auch als Vorbilder dienen können oder als Motive 
für die Ausübung der einzelnen Techniken. Da die Zahl dieser 
Vorbilder eine verhältnismäßig beschränkte bleiben mufs, wenn 
der Rahmen des Buches nicht überschritten werden soll, so wird 
es darauf hinzuweisen bedacht sein, wo anderwärts das Passende 
111 finden ist. Es wird die Speziallitteratur namhaft machen, 
soweit eine solche vorhanden und dem Verfasser bekannt ist. 
Schliefslich wird es zur Schriftverzierung, die ja in der 
küüstlefiSßhen Ausstattung von Haus und Gerät von jeher eine 
Rolle gespielt hat, geeignete Zierschriften beigeben, und wo die 
Benützer des Buches nicht dem eigenen Gedankenflug und dessen 
poetischer Formgebung den Vorzug einräumen, da wird eine 
Anzahl alter und neuer Sprüche zur Auswahl stehen. 
Aus dem Vorstehenden ergibt sich die Einteilung des 
_Buches. 
Der erste Abschnitt wird die Werkzeuge behandeln, 
deren man zum Zeichnen und Malen und zur Ausübung der ver- 
schiedenen Liebhaberkünste benötigt ist, sowie die Materialien, 
lili-
        

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