Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-770189
Die 
Gobelinmalerei. 
147 
Stanioltuben zu habenden Farben und verdünne dieselben während 
des Malens genügend mit Terpentinöl, damit auch hier der Auf- 
trag nicht pastös, sondern     nur,  
möglichst duftigwird und  
die Textur des Stoffes  
sichtbar läfst. Die ganze    
Malerei kann auch in die-    
sern Fall nichts anderes ä; 
sein als ein Lasieren des 11'211? 
Stoffes und die auch nur ifäil f 
annähernde Ähnlichkeit  
mit einem Olgemälde    
mufs vermieden werden.     T: 
Zu vermeiden sind   l 
anderseits  gleichgiltig,  e"   
ob mit Wasser- oder Öl- j:    w" 
farben gemalt wird  1,! 
die kleinen, hellen Fleck-   
chen, die in den Ver-  
tiefungen des Stoffes  
sichtbar bleiben, wenn  
der Auftrag mit zu trocke-  
nem Pinsel erfolgt Da-  
mit soll übrigens nicht  
gesagt sein, dal's man  
nicht diese Fleckchen auch  
bewufsterweise zur Er-  
Zieh-wg gewisser EHekte Fig. 106. Seidentapete von Balin in Paris. 
benützen könnte, wie 
man ja ähnlich mit trockenem Pinsel auf Torchon-Papier arbeitet. 
Als Anwendungsgebiet der Gobelinmalerei sei folgendes 
angedeutet: 
Vorhänge, Portieren, Nischenabschlüsse u. Ähnl., ent- 
sprechend gefüttert, mit Kordeln, Fransen, Quasten versehen 
und, wenn überhaupt, nur mäfsig gefaltet und gerafft; 
Fest und bleibend übel-spannte Rahmen als Einsätze in Nischen 
und Wandvertiefungen oder in Holzrahmen zu fassen, wie 
Stiche und Bilder; 
Einsätze für Ofenschirme, vorausgesetzt, dafs diese keine grofse 
Hitze zu ertragen haben und mehr zur Verzierung als zum 
Gebrauche dienen; 
Einsätze für sog. 
glattes Futter 
die 
spanische Wände, 
oder ebenfalls Bilder; 
Rückseite erhält 
x o ü 
ein
        

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