Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-770150
144 
Zweiter 
Abschnitt. 
Liebhaberkünste. 
Die verschiedenen 
man sich, die Farben so dick aufzutragen, dafs die Textur des 
Stoffes nicht mehr zur Geltung kommt. Je dünner und duftiger 
    die Töneysitzen, desto echter wird die 
 Arbeit ausfallen. 'Dies sei besonders 
    bemerkt, weil Anfanger stets zu schwer 
-1  und dick auftragen, infolgedessen das 
  _    Bild dann zu hart erscheint. 
   j;  Es empfiehlt sich unter allen Um- 
 Ständen, besonders für den Anfang, echte 
   Qobelins  und wenn es nur alte, zer- 
     rissene Petzen sind  neben der Arbeit 
   aufzuhängen; erstens wegen der Art des 
  Absetzens, zweitens wegen der Wahl 
 der Farbtöne, _die im Laufe der Zeit 
  auf alten Gobelins gewöhnlich eine gute 
  Stimmung und Abtönung erfahren haben. 
  Das eben Gesagte gilt natürlich nur unter 
 der Voraussetzung, dafs man überhaupt 
 jÜ. i", Lesj. die Gobelintechnik nachahmen Will. Will 
 y j  man dagegen  Gobelin hin, Gobelin 
 her  nur ein Bild auf GobelinstoH 
  malen, so kann man die Malerei nach 
  Belieben gestalten, auch metallischen 
   Aufputz in der Form von Bronzen ver- 
   wenden u. s. W. Auch in der Wahl des 
  Darzustellenden sind in diesem Fall kaum 
 Schranken gesetzt, während man bei 
  der Gobelinnachahmung auch den Dar- 
 Ü.  stellungsstoff in den Grenzen desjenigen 
   zu suchen haben wird, was wirklich in 
 -_4   der Gobelintechnik zur Darstellung zu 
 es.  komrgr" gßigtf- h. d Z  
 - .9  ie o eins versc .16 ener eiten 
 zeigen verschiedenen Stil, wonach in 
     Bezug auf den Endzweck der Malerei, 
  V1    d. h. auf die Anpassung zu der übrigen 
    Einrichtung und Ausstattung, zu sehen 
 ist. Da man die Bilder, wie es die 
  Gobelins auch zeigen, mit Bordüren ein- 
 zufassen pflegt, so ist ferner darauf zu 
 ff.  achten, dal's die Stileinheit gewahrt bleibe, 
 mit andern Worten, dafs nicht etwa um 
 Q  4' iä-"i ein mittelalterliches Liebespaar eine 
Fig m; Einfassung im Stile Louis XVI. herum- 
Bordüre von C. Graff. 1aufe'
        

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