Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-770074
136 
Zweiter 
Abschnitt. 
Die verschiedenen Liebh aberkünste. 
selbst zu entwerfen, verbietet sich deshalb, weil das Radieren 
mit dem Gummi die Oberlläche des Pergaments verändert, so 
dafs die radierten Stellen auffällig werden. 
Das Malen mit den gewöhnlichen Wasserfarben hat mm 
insofern seine Schwierigkeit, als die Farben auf der Oberfläche 
nicht recht haften. Die Oberfläche erscheint fettig wie Pauspapier. 
Man wird deshalb auf gröfsere, glatte Töne überhaupt verzichten 
müssen und das Haften der 
 Farben dadurch erzielen, 
,   dafs man denselben die 
4:   r T) sie   
  im Handel befindliche 
"Qifff v"  "I" (T, Ochsengallen  Flüssigkeit 
 lfikß    beimischt, indem man den 
 Pinsel von Zeit zu Zeit mit 
  5351 büäf (53,   derselben trankt. Auch da- 
 Weggfgsgfl"?  durch, dafs man dieFarben 
  Äkilit   mit Deckweifs mengt, wer- 
 i"   den sie haftbarer. Die rich- 
    iiärdmisissar; passte 
 g   MüteldirägäwischhenArlqua- 
Äißije;    QÄQALQLQL; gän- un ouac ema erei 
 (i:   Da die Malerei auf 
     Pergament in kleinen Di- 
 i Ä 9 i,  725g? mensionen zu geschehen 
 l     pflegt, also gewissermaßen 
rßxgyw K r  Q,  lälliniaturiixiaäereli istÄ so ist 
 "IV-W,  z,  I, _1 er mea lSC e ufputz 
   M5 jf sehrwohl angebracht. Man 
 7 Ära   3122i äi-IYHZZÄ nliiiiie" 
     es 
   v Gold hierzu benützen, das 
D  auf dem Pergament prächtig 
 steht. Der Glanz des Goldes 
Fig. 96. Sgraffito von Ferd. Laufbcrger. ist ein matter, kann aber 
durch Polieren mit dem 
Achat zum Hochglanz gesteigert werden. Die zu polierenden 
Stellen legt man am besten nicht direkt auf das Pergament, son- 
dern auf einen vorher aufgemalten Untergrund aus Deckweifs, 
dem man etwas Gelb zusetzen kann, so dafs etwa durch- 
scheinende Stellen wenig auffallen. Werden nur vereinzelte Stellen, 
Punkte und Linien aufpoliert und das übrige matt gelassen, so 
lassen sich reizende Damaszierungen erzielen, wie sie uns schon 
in alten Miniaturen der Klosterbibliotheken begegnen.
        

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