Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-769950
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Zweiter Abschnitt. 
Liebhaberkün 
Die verschiedenen 
oder kleine Holzrähmchen, wie das näher angegeben ist anläfslich 
der geprefsten Pflanzen zwischen Gläsern (siehe weiter unten). Das 
zweite, bildfreie Glas kann mit Vorteil ein mattiertes Glas oder 
ein Kathedralglas sein. Will man die Glas-Rauchbilder nicht 
an das Fenster hängen, also nicht im durchfallenden, sondern im 
auffallenden Licht, als Wandschmuck oder ähnlich unterbringen, 
so wird das Verfahren folgendermaßen. Man übergiefst das 
fixierte Bild mit einem hellfarbigen Lack, d. h. nicht mit einem 
durchsichtigen, sondern mit einem dicken, gelb oder weil's oder 
anders gefärbten Lack oder einer lackartigen Ölfarbe, die dann 
hell hinter dem Schwarzen zum Vorschein kommen. Oder man 
Fig- 
Landschaft, 
Ägyptische 
auf Schabpapier gezeichnet. 
fixiert das Bild, indem man es mit Aquarellfirnis übergiefst, und 
legt in die nasse, klebrige Firnisschicht ein weifses Papier, ein 
farbiges Glanzpapier, eine glatte Stani0l- oder andere Metallfolie, 
wobei man das Anreiben nicht so betreiben darf, dal's das Bild 
Not leidet. Ist" die Sache erst trocken geworden, so kann man 
nachträglich mit dem Fingernagel, mit dem Falzbein oder dem 
spatelförmigen Achat die Metallfolien ohne Gefahr völlig glatt 
anreiben. Wem dieses Andrücken oder Anreiben nicht ohne 
Schaden gelingen sollte, dem empfiehlt sich, die übergossene 
und noch nasse und klebrige Fläche mit Metallbronzepulver zu 
übersieben oder zu bestreuen. Das Überflüssige wird abge- 
schüttelt. Derartige Bilder geben eine sehr hübsche Wirkung, 
wenn sie auch etwas Totes haben. Statt des Broncepulvers
        

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