Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-769712
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Erster Abschnitt. 
Material 
das 
Über 
die 
und 
Werkzeuge. 
verbindenden Rahmenteile vor, so beklebt man zunächst das eine 
Stück A abwechselnd auf der Vorder- und Rückseite mit Streifen 
aus dünnem, aber starkem Stoff oder entsprechenden Abschnitten 
von einem breiten gewebten Band. Diese Streifen läfst man 
soweit über den Rahmen vorstehen, als die aufgeklebte Breite 
und die Dicke des Rahmens zusammen ausmachen. (Fig. 74a.) 
Nachdem die Leimung getrocknet ist, werden die überstehenden 
Teile über die Hirnholzkante von vorn nach hinten und von 
hinten nach vorn umgelegt. Hierauf wird das andere Rahmen- 
teil B platt an das erste gestofsen und der nun noch überstehende 
Rest der Streifen auf die Vorder- und Rückseite des zweiten 
Rahmens festgeleimt, so dafs die Sache nun nach Fig. 74b aus- 
schaut. Ieder Streifen ist also auf der Vorderseite des einen und 
auf der Rückseite des andern Rahmens befestigt, während der 
mittlere Teil lose (nicht aufgeklebt) durch die Stofsfuge hindurch 
geht (740). Der zweite Streifen ist mit dem ersten verschränkt, 
der dritte wieder wie der erste und so weiter. Zwischen je 
zwei Streifen bleibt ein kleiner Abstand (I mm). Je mehr 
Streifen, desto besser. Am zweckmäfsigsten sind fünf, unbedingt 
nötig sind drei. 
Nachdem die Sache getrocknet ist, legt man das Gelenke 
nach der einen Seite um und überklebt das Ganze mit dünnem, 
aber zähem Papier. Ist auch dieses getrocknet, so schneidet man 
das Papier mit scharfem Messer zwischen je zwei Streifen in der 
Stofsfuge durch; klappt das Gelenke nach der entgegengesetzten 
Seite um und verfährt gerade so, worauf die Sache fertig ist. 
Die Bilder, Stickereien etc. werden nachträglich aufgespannt. 
Andernfalls müfste man die aufgeleimten Streifen mit einer rundum 
laufenden Bordüre zudecken. Auf die Dicke dieser Bordüren, 
Stickereien etc. ist aber bei Herstellung des Gelenkes Rücksicht 
zu nehmen, weil sonst die Sache sich bei völligem Umlegen 
spannen und das Gelenk überangestrengt Würde. Diese Rück- 
sichtnahme wird erreicht durch die Zwischenlage eines dünnen 
Pappdeckels während der Anfertigung des Gelenkes. 
Es ist schwer, mit Worten eine derartige Ausführung ver- 
ständlich zu machen. Die beigegebene Illustration dürfte jedoch 
zur Klarheit wesentlich beitragen. 
Schrank 
zum Aufbewahren 
von Zeichnungen 
etc. 
Fig. 75 stellt einen Schrank dar, der zum Aufbewahren von 
Zeichnungen, Photographien, Bogenpapier, Karton, Büchern in 
Atlantenform u. s. W. geeignet ist. Hiefür dienen die nach hinten 
und nach der Seite geschlossenen, nach vorn offenen Schieber 
des Unterteils. Dieselben können einzeln ausgezogen werden
        

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