Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Liebhaberkünste
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-768438
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-769607
Schleifmittel. 
Schleifmittel. 
In der Ausübung der Dilettantenkünste wird es öfters nötig, 
einen Gegenstand abzuschleifen, sei es vor, während oder nach 
der eigentlichen Arbeit. So kann z. B. ein Holz durch Ab- 
schleifen für die nachherige Bemalung vorgerichtet werden, so 
kann z. B. eine geätzte und mit Lack ausgelegte Metallarbeit 
nachträglich abgeschliffen werden. 
Fassen wir die genannten beiden Materiale, deren Behand- 
lung sich diejenige anderer Stoffe mehr oder weniger nähert, 
ins Auge, so kommen zunächst für Holz in Betracht: 
Das Abziehen mit der Ziehklinge. Die Ziehklinge ist 
ein rechteckiges Stahlblech, dem mittelst des Streichstahls ein 
scharfer Grat beigebracht wird. Für kleinere Flächen benützt 
man statt der Ziehklinge auch scharfkantige Glasscherben. 
Das Schleifen mit Bimsstein. Der Bimsstein ist ein vul- 
kanisches Produkt, das in Stücken und pulverisiert zu haben ist. 
In beiden Formen findet er Anwendung. Die Stücke werden 
zunächst auf einer Seite eben geschliffen (auf einem Steine). Das 
Schleifen des Holzes geschieht mit oder ohne Zuhilfenahme von 
Bimssteinpulver in kreisförmiger Bewegung. Statt des natürlichen 
Bimssteines wird auch künstlicher, in Formen geprefster Bimsstein 
verwendet. 
Das Schleifen mit Ossa sepiae. Dieses vom Tintenfisch 
herstammende Material ist weicher und feiner, wird also für 
Weniger rauhe Flächen oder zum Nachschleifen benützt. 
h 1 Ein gutes Schleifmittel für Holz ist ferner der Schachtel- 
3 III. 
Das Schleifen mit Schleifpapier. Das Schleifpapier, wie 
e5_ für Holz in Anwendung kommt, ist mit mehr oder weniger 
f?" Plllverisiertem Glas überzogen und dementsprechend nume- 
rlgrt- ES ist das meistverwendete Mittel. Man schleift zunächst 
mit def gröbern und zuletzt mit der feinsten Sorte. 
F111" Metall kommen in Betracht: 
_Der bereits erwähnte Bimsstein, dann an Stelle des Glas- 
Papleres Feuerstein- und Schmirgelpapier und Schmirgel- 
leinwand. 
Auch hier ist das Material in verschiedenen Nummern zu 
haben, die mit der Feinheit des Kornes wechseln. Man wech- 
Wlt; Vom gröbern zum feinern übergehend. Wie de!" BimSStCiH 
lIl Pulverform verwendet wird, so kommt auch das Schmirgel- 
pulver in Anwendung, indem man dasselbe auf Lappen aus Filz, 
Leder oder Stoff aufträgt (Pulverisierter Korund). 
Andere, meist zur Nacharbeit benützte Schleifmittel sind 
Schlemmkreide, Wiener Kalk, Tripel, Zinnasche, Eisen-
        

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