Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen
Person:
Schubert von Soldern, Zdenko
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-553502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-554643
structiver 'l'hätigkeit verwendet, hier sind es Schildkröten, auf 
welchen das ganze Grabdenkmal ruht, welche wahrscheinlich 
den langsamen Gang des Leichenbegängnisses andeuten sollen. 
Zugleich mag hier einer Eigenthümlichkeit Erwähnung 
geschehen, die sich sehr häufig auf Werken der gothi- 
sehen Kleinkunst voriindet, diese besteht darin, dass der, 
den eigentlichen Sarkophag umgebende baldachinartige 
Aufbau in den Formen der strengen monumentalen, gothi- 
sehen Baukunst errichtet ist, so zwar, dass sogar an den 
strebepfeilerartigen Gliedern 
die Wasserspeier nicht ver- 
gessen sind, trotzdem auf das 
Grabdenkmal kein Tropfen 
Wasser fallen kann, da es sich 
im Innern der Kirche befindet. 
Aber auch was das Ge- 
rütheivesen anbelangt, steht 
das Mittelalter im entschieden- 
sten Gegensatze zur Antike, 
während letztere fast aus- 
schliesslich bloss einzelne 
Theile der Thierformen nahm 
und dieselben zu einem Gebilde 
der Phantasie zusammensetzte. 
nimmt die Gothik sehr häufig 
ganze Thiere, so wie sie in der 
Natur vorkommen und über- 
trägt ihnen structive Functio- 
nen, so findet man z. B. einen 
Adler mit ausgebreiteten Flügeln als Lesepult verwendet, 
(Fig. 51), wenn man nun sehr wohl auf den Rücken dieses 
Thieres einen Folianten aufstellen und anlehnen kann, so
        

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