Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen
Person:
Schubert von Soldern, Zdenko
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-553502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-554544
erinnern an uralte 'l'raditi0nen, so das Oberitalienische Motiv: 
Säulen, namentlich der Portale und Kanzeln auf Löwen zu 
stellen, offenbar liegt hier vorwiegend eine tendenziöse 
Symbolik zu Grunde, welche etwa sagt: die Kirche, äusser- 
lich repräsentiert durch die Säulen der Vorhalle und inner- 
lich am besten durch den Ort. 
 wo das Wort Gottes verkündiget 
 wird, die Kanzel, ruht auf den 
tll   stärksten Grundlagen, welche hier 
41 f  symbolisch angedeutet Werden 
 .1 U   durch das stärkste Thier  den 
g   Löwen..(Fig.  Dies ist aller- 
 dings eine naive und primitive 
   Symbolik, welche sich aber merk- 
1   würdiger Weise viele Hundert 
i"  Jahre vorher in fast derselben 
l  Weise wiedergegeben findet und 
N  zwar in den assyrischen Relief- 
 " darstellungen, wo Säulen eben- 
 I  falls. auf geflügelten und um- 
2131.  geflügelten Lowen ruhend, ab- 
  gebildet erscheinen Svergleiche 
 Fug. 12). Dass ein Lusarnmen- 
Fig- 43- Pßml dßr Dwnkirvllß hang zwischen der romanischen 
zu Bozm.  
 w,  2211i.g:Siissaäiiiarsgxdiziizß 
1- 1 E 
ist zwar möglich, nachdem die altchristliche und mit dieser 
die romanische Kunst manche alttestamentarische Motive 
übernommen hat, aber nothwendig ist es nicht, indem 
Kunstperioden in ihren Anfängen gerne eine roh natura- 
listische und zugleich tendenziöse Symbolik annehmen und 
dann ist es leicht möglich, dass zwei Stilarten zu einem und
        

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